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Inhaltsverzeichnis

Einführung

Mageia ist ein "freie Software" Betriebssystem der GNU/Linux Familie, welche entweder als Haupt-Betriebssystem installiert werden kann, oder als alternatives System zu einem bereits installierten Betriebssystem (Dual Boot). Es ist ein Community Projekt, welches mit Hilfe der non-profit Organisation Mageia.Org, mit gewählten Mitwirkenden, erstellt wird. Mageia wird von und für die Nutzergemeinschaft entwickelt und deckt alle mögliche Nutzergruppen ab, von Nutzer, die das erste Mal ein GNU/Linux System verwenden, bis hin zu erfahrene Entwickler oder Systemadministratoren.

Die aktuellste stabile Veröffentlichung des Mageia Projekts, Mageia 6, wurde über zwei Jahre entwickelt und offiziell am 16. Juli 2017 veröffentlicht. Es wird mit Sicherheits- und Fehlerkorrekturen für 18 Monate versorgt, bis zum 16. Januar 2019.

Verfügbare Installationsmedien

Mageia ist in zwei unterschiedlichen Installationsmedientypen verfügbar:

  • Klassische ISOs (DVD 32-Bit, DVD 64-Bit), welche den traditionellen Installer DrakX verwenden. Die 32-Bit und 64-Bit DVDs enthalten alle unfreien Treiber. Die Verwendung der unfreien (nonfree) Paketen kann während der Installation deaktiviert werden.
  • Live ISOs, welche dazu verwendet werden können die Distribution vorab anzutesten, sind zudem auch eine alternative Möglichkeit, Mageia auf die Festplatte zu installieren. Live-Medien enthalten entweder die PLASMA (64-Bit), die GNOME (64-Bit) oder die Xfce (32- oder 64-Bit) Desktop-Umgebung. Die Live DVDs enthalten alle unterstützen Sprachen und eine Vorauswahl an Software, wodurch die Live ISOs hierdurch eine schnellere Möglichkeit bieten, ein nutzbares Mageia-System zu erhalten.

Alle ISO Abbilder können auf eine DVD gebrannt oder auf ein USB-Laufwerk übertragen werden. Bitte beachte jedoch die Größenunterschiede, so kann ein 4GiB großes Abbild zu groß für ein 4GB großes USB-Laufwerk sein, aufgrund von unterschiedlichen Zählweisen.

Für weitere Informationen schaue in unser Handbuch zum Auswählen und verwenden der ISOs.

Sie finden die verschiedenen Downloadinformationen auf der Mageia 6 Download Seite: direkte Downloads (FTP und HTTP) und BitTorrent Downloads sind verfügbar.

Die Mageia Onlinequellen/-repositorys

Die Mageia Softwarepakete, welche bei Mageia verfügbar sind, sind in drei verschiedene Quellen/Medien aufgeteilt, abhängig des Lizenztyps unter dem die Pakete stehen. Hier ist eine Übersicht dieser Quellen:

  • Core: Die Core Quellen enthalten Pakete welche unter freien und Open Source Lizenzen stehen. Die "Core" Medien, darunter "Core Release" und "Core Updates" sind standardmäßig aktiviert.
  • Nonfree: Die unfreien Quellen enthalten Pakete welche kostenfrei sind und frei verteilt werden dürfen, jedoch aber Closed Source Software enthalten (deshalb der Name - nonfree bzw. unfrei). Darunter sind zum Beispiel die proprietären Treiber von NVIDIA und AMD Grafikkarten, verschiedene Firmware für WLAN Karten usw.

Die unfreien Quellen sind als Voreinstellung bereits aktiviert, können jedoch, falls man keine unfreien Pakete verwenden möchte, während dem Installationsvorgang deaktiviert werden.

  • Tainted: Die unsauberen Quellen enthalten Pakete welche unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurden. Das Hauptkriterium diese Pakete in die unsauberen Quellen zu integrieren liegt daran, dass diese in bestimmten Ländern die Patent- oder Urheberrechte verletzen, darunter Multimedia Codecs welche benötigt werden um bestimmte Audio-/Videodateien abzuspielen, Pakete welche benötigt werden um eine kommerzielle DVDs abzuspielen, etc.
    Die unsauberen Quellen werden standardmäßig mitgeliefert sind allerdings nicht aktiviert. Diese sind komplett opt-in. Bevor man diese aktiviert sollte man die lokalen Gesetze prüfen.
    Diese Quellen sind für Mageia das, was RPM Fusion für Fedora Nutzer ist, jedoch mit einer höheren Qualität, da die dort vorhanden Pakete von den Mageia Paketbauer erstellt werden.

Bitte beachte, dass auf 64-Bit Systemen auch die 32-Bit Quellen hinzugefügt werden. Wenn die nonfree oder tainted 64-Bit Quellen aktiviert sind, sollten die dazugehörigen 32-Bit Quellen auch aktiviert werden (sowohl für Release/Core und Update), da diese für bestimmte Pakete, wie z.B. PlayOnLinux oder Steam benötigt werden.

Highlights der Veröffentlichung

KDE Plasma 5 ersetzt KDE SC 4

Mageia bietet die aktuelle LTS (Long Term Support) Version, der von der KDE Gemeinschaft entwickelten Desktop-Umgebung, Plasma 5.8 an. Die Desktop-Umgebung kommt zusammen mit KDE Applications 16.12 und KDE Frameworks 5.32 (KF5)

Alle Pakete des KDE Ökosystems wurden auf die KF5 Version aktualisiert, wenn diese vorhanden war. KDE 4 als Desktop-Umgebung ist in Mageia 6 nicht mehr verfügbar, da dieses im upstream als veraltet gilt und nicht effektiv betreut werden kann, im Gegensatz zu dessen Nachfolger, Plasma 5. Siehe hierzu den ausführlichen Abschnitt über Plasma 5 weiter unten in den Veröffentlichungshinweise.

spectacle ersetzt ksnapshot als Screenshot Programm

spectacle ist nun das Screenshot-Programm in Plasma. Es ersetzt ksnapshot, welches von KDE bis KDE 4 verwendet wurde.

Nutzer die von Mageia 5 auf Mageia 6 aktualisieren werden feststellen, dass ksnapshot automatisch durch spectacle ersetzt wurde.

DNF 2 als alternativer Paketmanager

DNF (Dandified Yum) wurde als Alternative zu urpmi in Mageia 6 eingeführt. Mageia ist erfreut, als eine der ersten großen Linux Distribution, DNF 2 in dieser Veröffentlichung anbieten zu können! Diese Version von DNF kommt mit einem erweiterten Fehlerbericht-Ersteller, erweiterter Verfolgung von schwachen Abhängigkeiten und detailliertere Übertragungsinformationen beim Ausführen einer Aktion. Bei alle frischen Installationen über die klassischen, sowie den Live Medien, wird DNF installiert. Abhängig von der Aktualisierungsmethode muss DNF eventuell nach dem aktualisieren auf Mageia 6 manuell installiert werden.

Damit DNF von der Desktop-Umgebung unterstützt wird, ist nun ein neues Fronted-Werkzeug verfügbar: dnfdragora. Dieses neue Werkzeug basiert auf dem rpmdrake Werkzeug, bietet jedoch native Benutzeroberflächen (UIs) für Qt-basierte und GTK+-basierte Desktop-Umgebungen, sowie ein ncurses Frontend für Server oder Cloud Umgebungen, als auch für die Paketverwaltung über SSH Verbindungen.

Es ist nun möglich, freie- und Open Source Software von Drittanbieter wie Fedora COPR und dem openSUSE Build Service, für Mageia 6 und höher, anzubieten. Dank CPR oder OBS ist es nun für jeden möglich, freie und Open Source Software welche für Mageia gebaut und zugeschnitten ist, anzubieten, sowie freie und Open Source Software, welche großflächig mit Mageia und anderen populären Linux Distributionen kompatibel ist.

Schau in den ausführlichen Abschnitt über Paketverwaltung, weiter unten, für weitere Einzelheiten, nach.

AppStream Unterstützung

Unsere RPM Repositorys bieten nun AppStream Metadaten an. Werkzeuge wie GNOME Software und Plasma Discover verwenden AppStream Metadaten um eine Verbesserung beim suchen, identifizieren und verwalten von Anwendungen zu bieten.

AppStream ist eine Distributionsübergreifende Anwendung für die Erweiterung der Softwarerepositorys durch standardisierte Metadaten. Es bietet eine auf Anwendungen fokusierte Sicht der Paket-Repositorys und Spezifikationen für Dinge, die für eine benutzerfreundliche Anwendungsverwaltung benötigt werden.

Schauen Sie sich für weitere Informationen den ausführlichen Abschnitt über die Paketverwaltung, weiter unten, an.

Unterstützung für ARM Systeme

Die Portierung auf ARM (Advanced RISC (Reduced Instruction Set Computing) Machine) Prozessoren wurde, erneut aufgenommen, nachdem diese bereits bei Mageia 1 in Arbeit war, und wurde vervollständigt. Das Hauptsystem ist für ARMv5 und ARMv7 Prozessoren/SoCs verfügbar, welche auch die Raspberry Pi Systeme mit einschließen.
Es gibt aktuell keinen traditionellen Installer für den ARM Port und befindet sich in einem experimentellen Status, jedoch wurde der größte Teil der Distribution erfolgreich für beide Architekturen gebaut (siehe ARM Statusübersicht für weitere Einzelheiten). Der Plan ist es, Installationsabbilder für populäre ARM Geräte in den kommenden Monaten zu veröffentlichen. Es gibt kein Veröffentlichungsdatum für diese Mageia 6 Veröffentlichung.

GRUB 2 wird als Standard-Bootloader verwendet

GRUB 2 ist der Standard-Bootloader für neue Mageia 6 Installationen und dessen Integration in die DrakX Werkzeuge wurde stark verbessert.

GRUB legacy und LILO werden nicht mehr als alternative Bootloader angeboten, da diese nicht mit dem ext4 Dateisystem, dem Standardformat von Mageia 6, kompatibel sind.

Diese sind möglicherweise noch bei einem Upgrade von Mageia 5 vorhanden, da diese weiterhin kompatibel mit einem bereits bestehenden Dateisystem sind (welches mit Mageia 5 oder früher erstellt wurde). Weitere Einzelheiten sind im Abschnitt "Bootloader" verfügbar.

Xfce Live DVDs

Xfce Live DVDs sind nun verfügbar und bieten eine leichtgewichtige Live-Umgebung um diese auf älteren Systemen zu testen oder für Nutzer die leichtgewichtige Systeme bevorzugen. Dies ISOs hierfür sind sowohl als 32-Bit, als auch als 64-Bit Abbilder verfügbar. Die 32-Bit Abbilder ersetzen hierbei die 32-Bit Varianten der Gnome und KDE4 Live DVDs aus früheren Mageia Veröffentlichungen. GNOME und Plasma Live DVDs sind weiterhin als 64-Bit Abbilder verfügbar und können auch auf 32-Bit Systemen mit den klassischen ISOs oder der Netzwerkinstallation installiert werden.

Neue visuelle Erscheinung für Mageia Werkzeuge

Eine einheitliche und moderne Symbolzusammenstellung wurde für alle Mageia Werkzeuge erstellt, welches zu einer deutlich besseren visuellen Erscheinung des Mageia Kontrollzentrum und dessen verschiedene Module, führt.

Wichtige Entwicklungen

Installation

Stage 1

  • Die Hardwareunterstützung wurde erweitert, so dass das Installationsprogramm auch auf aktuellen Computer startet.

Stage 2

  • Wir verwenden nun den mutter Fenstermanager anstatt den matchbox Fenstermanager.
  • Die Hilfe wurden von WebKit1 auf WebKit2 portiert
  • Die voreingestellte Fenstergröße für das Installationsprogramm wurde von 800x600 auf 1024x768 erhöht.
  • Wir unterstützen nun nichtflüchtige Speicherhardware mit NVMe (NVM Express) Schnittstelle
  • Viele Fehlerbehebungen und Verbesserungen wurde im Partitionsprogramm durchgeführt, vor allem bei der automatischen Partitionierung wenn die "Komplette Festplatte verwenden" Funktion verwendet wird.

UEFI

Die UEFI (Unified Extensible Firmware Interface) Unterstützung wurde seit Mageia 5 stark verbessert, vor allem beim Partitionsschritt. Für weitere Details über die Installation von Mageia auf UEFI Systemen, schaue hierfür unsere Wiki-Seite Installation auf einem System mit UEFI Firmware an.

Hardwareunterstützung

  • Neue Architekturen
    • ARM v5 Geräte werden nun wieder unterstützt (basierend auf die damalige Mageia 1 Portierung)
    • ARM v7 unterstützt wurde hinzugefügt
  • Eingabegeräte
    • Eingabegeräte wie Tastatur, Maus, Touchpad und weitere, werden nun standardmäßig von der libinput Bibliothek verwaltet (Version 1.7.3 während des Veröffentlichungszeitraum)
    • Der X.org vmmouse Treiber wird nicht mehr installiert und wird auch nicht mehr verwendet, da dieser aufgrund eines im Kernel integrierten Eingabetreiber obsolet wurde.

Bootloader

Der voreingestellte (und auch einzig auswählbarer Bootloader während der Installation) ist nun GRUB 2 und nicht mehr GRUB legacy. GRUB legacy hat bekannte Einschränkungen und unterstützt folgende Dateisysteme nicht:

  • Ext 4 Dateisystem welches mit e2fsprogs 1.43 oder neuer formatiert wurde (wird verwendet von Mageia 6)
  • XFS V5 Dateisysteme

Seitdem LILO und GRUB legacy nicht mehr im upstream betreut werden, bieten wird nur GRUB 2 für neue Installationen an. Für Upgrades gibt es weiterhin GRUB legacy und LILO an, falls diese zuvor installiert und verwendet wurden. Die älteren Dateisysteme verwendeten die neuen Metadaten, welche GRUB legacy nicht unterstützt. Legacy Bootloader werden nicht automatisch durch GRUB 2 bei einer Aktualisierung ersetzt; wenn dies gewünscht wird, kann dies manuell über das Mageia Kontrollzentrum vor der Installation getan werden.

Die GRUB 2 Integration in die DrakX Werkzeuge wurde stark verbessert um folgende Änderungen zu Unterstützen:

  • Es ist nun möglich das os-prober Werkzeug zu aktivieren/deaktivieren, welches automatisch versucht, bereits installierte Betriebssysteme zu erkennen. Bei einigen größeren Konfigurationen (viele Partitionen und/oder installierte Betriebssysteme) ist es bekannt, dass os-prober sehr langsam ist und es ausschaut, als würde der Installationsfortschritt für bis zu 10 Minuten stillstehen.
  • Bei nicht-UEFI Geräten (auch BIOS genannt), wird das Installationsprogramm nun eine BIOS Bootpartition erstellen, falls das Bootlaufwerk eine GUID (globally unique identifiers) Partitionstabelle (GPT) benötigt.

Falls Sie bei einer neuen Mageia 6 Installation (ohne ein Upgrade der Mageia Distribution) einen anderen Bootloader, anstatt GRUB 2, verwenden möchten, wie zum Beispiel den Microsoft Windows Bootloader, können Sie einen Blick in Behalten eines bereits vorhandenen Bootloader und Verwenden eines bestehenden Bootloaders werfen.

Falls Sie während der Installation von Mageia 6 nicht wünschen, dass der Master Boot Record (MBR) (PC-BIOS) nicht überschrieben wird, und Sie haben als Beispiel folgende Laufwerke: eine Festplatte (genannt /dev/sda), einen USB-Stick mit der Mageia 6 DVD ISO (genannt /dev/sdb) und einen weiteren USB-Stick mit FAT32 Formatierung (genannt /dev/sdc), ist ein Workaround, den GRUB 2 Bootloader auf den USB-Stick mit der FAT32 Formatierung (mit dem Namen /dev/sdc), bei diesem Schritt, zu installieren und wenn Ihr Computer gestartet wird, dieser von diesem USB-Stick den Mageia Linux Kernel lädt.

Lokalisierung (l10n) / Internationalisierung (i18n)

Anleitungen

  • Die Anleitungen für den traditionellen Installer und für das Mageia Kontrollzentrum wurden (teilweise) in viele verschiedene Sprachen übersetzt. Siehe hierzu unsere offizielle Dokumentation
  • Es wird ein englischsprachiger Screenshot verwendet, wenn kein lokalisierter Screenshot für die Anleitung im HTML Format vorhanden ist
  • PDF und EPUB Anleitungen werden nur erstellt, wenn mehr als die Hälfte der benötigten lokalisierten Screenshots für diese Anleitungen vorhanden sind.

Softwareübersetzungen

Neue Übersetzungen wurden hinzugefügt, während bestehende verbessert wurden. Ein Dank an unsere engagierte Community an Übersetzern für ihre zuverlässige Arbeit.

Eingabemethoden

Aufgrund der Migration von Qt5 für Mageia 6, wurden in localedrake Änderungen durchgeführt, damit die Qt5 Plug-ins für Eingabemethoden installiert werden, wenn der Nutzer einen Plasma 5 Desktop verwendet. Trotzdem ist manchmal eine manuelle Installation notwendig:

  • Um fcitx, gcin, hime mit Qt5 Anwendungen verwenden zu können, muss das Qt5 Plugin Paket ggf. manuell installiert werden, falls kein Plasma 5 Desktop verwendet wird: fcitx-qt5, gcin-qt5, hime-qt5.
  • Um ibus, fcitx, gcin, hime, scim mit Qt4 Anwendungen verwenden zu können, muss das Qt4 Modulpaket manuell installiert werden: ibus-qt4, fcitx-qt4, gcin-qt4, hime-qt4, scim-qt4.
  • Scim und uim funktionieren nicht mit Qt5 Anwendungen, da diese keine Qt5 Plug-in Unterstützung anbieten.
  • Aufgrund einer fehlenden neueren stabilen Version von uim im upstream, kann es sein, dass uim unter verschiedenen Umständen nicht funktionieren wird.

Gnome verwendet nun Wayland als Voreinstellung, aus diesem Grund wird nur ibus als Eingabemethode unterstützt.

Paketverwaltung

Neue RPM Version

RPM wurde auf die Version 4.13.0.1 aktualisiert.

RPM 4.13 bietet kleinere Verbesserungen für RPM als ein ganzen, darunter:

  • Standardisierte file triggers
  • Boolean/rich Abhängigkeiten
  • Verschiedene Änderungen und Verbesserung der Korrektheit des generierten Pakete
  • Eine verbessertes Handhabung von Signaturen und Passphrasen während dem Paketbau von offloading nach Gnu Privacy Guard (GPG)
  • GPG Signaturen werden nun von GnuPG 2 verwaltet

Weitere Informationen über die Änderungen von RPM 4.12 (welches bei Mageia 5 angeboten wurde) auf RPM 4.13.0.1, finden Sie auf der RPM Webseite:

Neuer alternativer Paketmanager: DNF

DNF (Dandified Yum) wurde als Alternative zu urpmi in Mageia 6 eingeführt.

DNF ist die neue Generation zur Auflösung von Abhängigkeiten und ein hochwertiges Werkzeug zur Paketverwaltung, welches aus zwei Projekten entstanden ist: Fedoras Yum (Yellowdog Updater, modifiziert) und openSUSEs SAT Solver (libsolv). DNF entstand vor Jahren als Fork von Yum um es neu zu schreiben und es mit der SAT Solver Bibliothek von openSUSE zu verwenden, wodurch die Codebasis deutlich umstrukturiert wurde, so dass es sowohl als Erweiterung für DNF (via Plug-ins und einbindungen) sowie für den Aufbau von Anwendungen für DNF (wie z.B. grafische Frontends und Frameworks für die automatische Systeminstandhaltung).

Mageia ist erfreut darüber, einer der ersten größeren Distributionen zu sein, welche DNF 2 bei Veröffentlichung anbietet! Diese Version von DNF bietet eine erweiterte Fehlerbericht-Erstellung, erweitertes aufspüren von schwachen Abhängigkeiten, Unterstützung für große Abhängigkeiten (mehr Informationen in den RPM release notes), und eine detailliertere Transaktionsinformationen während Vorgänge durchgeführt werden.

Mageia 6 kommt mit DNF v2.5.1, neben v2.1.1 der Core Plug-ins und v2.0.1 der Extra Plug-ins.

Durch eine frische Installation mit den klassischen, sowie den Live Medien, wird DNF parallel zu urpmi installiert. Abhängig von der Aktualisierungsmethode von Mageia 5 auf Mageia 6, ist es eventuell notwendig das dnf Paket manuell zu installieren, um es zur Verfügung zu haben.

Informationen zur Verwendung von DNF finden Sie auf der Wiki Seite: Verwenden von DNF.

Neues grafisches Frontend zur Verwendung von DNF: dnfdragora

Um eine benutzerfreundliche, grafische Möglichkeit zur Verwendung von DNF zu bieten, wurde von Mageia ein neues Werkzeug entwickelt: dnfdragora. Dieses neue Distributionsübergreifende Frontend für DNF bietet ein intuitives Erlebnis bei der Paketverwaltung.

Anders als rpmdrake bietet dnfdragora native Benutzeroberflächen (UIs) für Qt basierte und GTK+-basierte Desktop-Umgebungen, sowie ein ncurses Frontend für Server und Cloud-Umgebungen sowie zur Verwaltung von Paketen via SSH.

Um die Qt oder GTK+ Frontends zu installieren, installiere dnfdragora-qt oder dnfdragora-gtk. Falls Sie die ncurses UI verwenden möchten, installieren Sie dnfdragora.

PackageKit

PackageKit wurde aktualisiert und es wurde auf ein neues Backend gewechselt wodurch die Verlässlichkeit und Benutzerfreundlichkeit von PackageKit-basierenden Frontends stark verbessert wurde. Zu den PackageKit-basierenden Frontends gehören unter anderem Apper (Plasma Desktop) und GNOME Software (GNOME).

Das neue PackageKit Backend ist vollständig unabhängig von urpmi und kann durch PackageKit-Frontends wie Apper oder der Paketmanager-Alternative DNF (welche gemeinsam mit dieser die Konfigurationseinstellungen der Repositorys verwendet) verwaltet werden.

AppStream

Unsere RPM-MD (RPM Metadaten) Repositorys (verwendet von DNF und PackageKit) bieten AppStream Metadaten an. Werkzeuge wie GNOME Software (GNOME Desktop, als Paket gnome-software verfügbar), und Plasma Discovery (KDE Plasma Desktop, als Paket discover verfügbar) verwenden AppStream Metadaten um eine verbesserte Erfahrung beim suchen, identifizieren und verwalten von Anwendungen zu haben.

AppStream ist ein Distributionsübergreifende Versuch um die Softwarerepositorys durch standardisierte Metadaten der Softwarekomponenten zu erweitern. Es aktiviert eine anwendungsfokusierte Sicht auf die Paketrepositorys und bietet Spezifikationen für Dinge, die für ein benutzerfreundliches Anwendungszentrum benötigt werden.

Siehe hierzu die AppStream Webseite für weitere Informationen https://www.freedesktop.org/wiki/Distributions/AppStream/

Neues Werkzeug zum Paketbau : Mock

Seit Mageia 6 wird nun Mock als Paketbauwerkzeug unterstützt. Mock erlaubt die einfache Automatisierung beim bauen von Paketen mit Container Umgebung und kann unter Mageia dazu verwendet werden, um Mageia, Fedora und CentOS/RHEL Pakete zu bauen.

Für weitere Informationen zur Verwendung von Mock, siehe Verwenden von Mock.

Unterstützung für Fedora COPR

Seit Mageia 6 ist es nun möglich freie und Open Source Software von Drittanbieter, über das Fedora COPR, anzubieten. Durch COPR ist es nun für jeden möglich, Software für Mageia anzubieten, sowie auch Software, die kompatibel mit Mageia und anderen großen RPM-basierte Linux Distributionen ist.

Der DNF Paketmanager bietet zudem auch eine Integration von COPR und erlaubt das einfache suchen, identifizieren, aktivieren und deaktivieren von Repositorys aus COPR, um dieses auf Mageia Systemen zu verwenden.

Für weitere Informationen über Fedora COPR, schaue bitte unter der Wiki-Seite: Fedora COPR

Unterstützung der openSUSE Build Service

Seit Mageia 6 ist es nun möglich freie und Open Source Software von Drittanbieter, über das openSUSE Build Service, anzubieten. Durch OBS ist es nun für jeden möglich, Software für Mageia anzubieten, sowie auch Software, die kompatibel mit Mageia und anderen großen RPM-basierte Linux Distributionen ist.

Zusätzlich sind private Open Build Service Instanzen, welche mit dem openSUSE Build Service verbunden sind, haben automatisch die Unterstützung, um Software für Mageia 6 oder neuer, zu bauen.

Für weitere Informationen übe den openSUS Build Service, schaue bitte unter der Wiki-Seite: OpenSUSE Build Service

perl-URPM & urpmi

  • Dank dem neuen RPM 4.13 spürt urpmi Fehler beim Paketerstellen besser auf.
  • urpmi bevorzugt nun http Spiegelserver wenn die Spiegelserverliste verwendet wird. Dies vermeidet die Auswahl eines rsync Servers, wodurch die Verwendung von aria2 zum herunterladen der Pakete verhindert wird.
  • Die voreingestellte Übertragungsmenge an Paketen wurde von 8 auf 50 Pakete erhöht.
  • kernel-firmware-nonfree befindet sich auf einer Whitelist als ein benötigtes Paket, damit es nicht durch den Befehl urpme --auto-orphans entfernt wird
  • Es wurden verschiedene Fehler behoben.

Anwendungen

Mageia Kontrollzentrum

Die Hilfe des Mageia Kontrollzentrums (MCC) wurde von WebKit1 auf WebKit2 portiert.

ManaTools

ManaTools ist eine Sammlung von Konfigurationswerkzeugen, welche es dem Benutzer ermöglichen, die meisten Systemkomponenten in einer sehr einfachen, intuitiven und attraktivem Oberfläche zu konfigurieren. Es enthält einige Module, welche auch als einzelne Anwendung ausgeführt werden können. Es bietet MPan, ein generischer Anwendungsstarter, welches interne oder externe Module, wie zum Beispiel Systemkonfigurationswerkzeuge, ausführen kann.

ManaTools wurde als eine Portierung des Mageia Kontrollzentrums (MCC) auf libYui (SUSE widget abstraction Bibliothek) gestartet, jedoch zielt es darauf ab, eine einfache und gemeinsame Oberfläche anzubieten, um neue Module, basierend auf libYui zu entwickeln und hinzuzufügen. Jedes Modul, inklusive MPan, kann entweder mit der Qt5, GTK+3 oder ncurses Oberfläche ausgeführt werden.

Verfügbare Werkzeuge sind: dragoraUpdate, eine RPM Aktualisierungsverwaltung

  • mana, eine Befehlszeilenoberfläche zum ausführen von ManaTools Module+
  • manaclock, Verwaltung des Datum/der Zeit
  • manadm, Konfiguration des Login-Managers
  • manahost, ein Hosts-Manager
  • manalog, ein journalct Protokollleser
  • manaproxy, Proxy-Verwaltung
  • manaservice, Verwaltung von Diensten
  • manauser, Benutzerverwaltung
  • manawall, Verwalten der Firewall
  • mpan, das Grundsätzliche Kontollpanel um Module zu laden (ähnlich wie das MCC)
  • rpmdragora, eine RPM Installationverwaltung die urpmi verwendet (siehe auch dnfdragora für eine DNF Oberfläche, verfügbar als separates Paket)


Weiteres

MageiaWelcome

MageiaWelcome wurde auf Python 3 und GTK+3 portiert.

Isodumper

Isodumper, ein Werkzeug um ISO Abbilder auf ein Speichergerät zu übertragen, bietet eine neue grafische Oberfläche welche libyui verwendet. Isodumper kann entweder mit einer auf GTK+ oder Qt basierenden grafischen Oberfläche verwendet werden. Sie müssen auswählen, welche Sie verwenden möchten, entweder isodumper-gtk oder isodumper-qt. Isodumper bietet auch eine ncurses Oberfläche, welche auch verwendet werden kann, wenn keine X Sitzung verfügbar ist. Bei einem Upgrade ist nur die ncurses Version verfügbar. Sie müssen Ihre gewünschte jeweilige grafische Oberfläche manuell herunterladen.

Docker

Das Docker Ecosystem (basierend auf der Engine-Version 17.03) wurde mit vielen zusätzlichen Werkzeuge erweitert, wie zum Beispiel docker-compose (mit v3 Unterstützung), containerd (runC daemonen Kontrolle), docker-registry (Freigeben von Bildern), docker-machine (installieren von Docker auf einem entfernten Rechner) und python-docker (Python 2 und 3 Bibliotheken für die Engine API Verwaltung).

LiveCD Werkzeug

Mit Mageia 6 wurde das LiveCD Werkzeug auf die neuste Version (v24.4) aktualisiert, verwendet DNF und kann funktionierende Abbilder, basierend auf Mageia 6 erstellen. Dies kann dazu verwendet werden um eigene Live-Medien für die eigene Verwendung, sowie zur Weitergabe an andere, zu erstellen.

Für weitere Informationen, wie man das LiveCD Werkzeug verwendet, schaue bitte die Wiki-Seite Verwenden der LiveCD Tools an.

Hauptsystem

Kernel und Hardwareunterstützung

  • Mageia 6 kommt mit Kernel 4.9, welcher eine Kernel mit "long term maintenace" (Langzeitunterstützung) ist und im Januar 2019 das Ende des Lebenszyklus (EOL) erreicht.

Jede von dieser Kernel-Version verwaltete Hardware ist aktiviert. Der Kernel bietet bessere Grafikunterstützung und mit Mesa 17.1, neben weiteren Eigenschaften auch verbesserte Performance für Intel Hardware und experimentelle Grafikkarten-Taktanpassung mit dem nouveau Treiber.

  • Weitere Kernel-Variationen sind zudem verfügbar, darunter kernel-tmb und kernel-linux (ein vanilla Kernel ohne zusätzliche Patches). Mehr unter der Wiki Seite Kernel flavours

X Window System (X11)

Mageia 6 kommt mit X.Org 1.19.

Nvidia Treiber

  • Das Paket für den neusten proprietären Nvidia Treiber (der lange gepflegte Entwicklungszweig, Veröffentlichung 375.66 zum Zeitpunkt dieser Beschreibung) wird in den nonfree Quellen angeboten. CUDA 8.0.61 befindet sich zusätzlich in den gleichen nonfree Quellen und kann out-of-the-box verwendet werden, sobald der proprietäre Treiber erfolgreich eingerichtet wurde.
  • Für ältere Grafikkarten wird weiterhin der proprietäre NVIDIA Treiber des Entwicklungszweigs 304 und 340 angeboten.
  • Der aktuelle freie nouveau Treiber wird auch mitgeliefert. Deren Leistung wurde stark verbessert während Mageias Freigabezyklus und wird die meisten Nutzer von Nvidia Hardware bei normaler Nutzung überraschen.

Optimus Laptops

Besitzer von NVIDIA Optimus Laptops (integrierte Intel Grafikprozessoren und dedizierte NVIDIA GPU) wird nun drei Möglichkeiten angeboten um ihre dedizierte GPU zu verwenden:

  • Wie in Mageia 5 kann das Bumblebee Paket verwendet werden, um den Bildschirm zur NVIDIA GPU zu überbrücken. Es erlaubt den Zugriff auf die Karte mit etwas Overhead.
  • Ein neues experimentelles Werkzeug namens mageia-prime kann dazu verwendet werden, um die NVIDIA Prime Unterstützung bei aktuellen Kernel und Xorg Server zu konfigurieren. Es erlaubt den kompletten wechsel auf die NVIDIA GPU ohne den Overhead von Bumblebee und es ist möglich damit CUDA zu nutzen.
  • Der freie Nouveau Treiber unterstützt GPU offloading und kann durch die variable DRI_PRIME=1 verwendet werden (solange der proprietäre NVIDIA Treiber, von z.B. mageia-prime, nicht verwendet wird). Schaue in der Nouveau Dokumentation nach, um mehr darüber zu erfahren, wie man Xorg dazu konfiguriert, dass es NVIDIA Prime mit DRI3 verwendet.

In allen drei Fällen muss zumindest einmal die Intel Grafikkarte konfiguriert werden (zumindest in der Optimus Konfiguration), da diese normalerweise die einzige physisch verbundene Grafikkarte an den Monitor ist.

AMD Grafikkartentreiber

  • Mageia 6 verwendet den freien Grafikkartentreiber für AMD/ATI Grafikkarten, AMDGPU für neuere Grafikkarten und Radeon für ältere Grafikkarten. Die freien Treiber verwenden auch den aktuellen Mesa 17.1, der mit Mageia 6 mitgeliefert wird.
    Verglichen mit Mageia 5, wurde die Hardwareunterstützung erhöht und die Leistung für Linux Anwendungen verbessert.
  • AMD unterstützt nicht mehr den proprietären fglrx Treiber und dieser funktioniert auch mit dem aktuellen Linux Treiber, weshalb dieser nicht in Mageia 6 verwendet werden kann. Der proprietäre AMDGPU-PRO Treiber funktioniert aktuell nur mit X.org 1.18, so dass dieser unter Mageia 6 nicht verwendet werden kann.
  • Bei Hybrid-Grafikkarten funktioniert der oben aufgeführte Vorschlag, welcher beim nouveau Treiber beschrieben wurde. Auch die Verwendung des Präfix DRI_PRIME=n funktioniert, zumindest bei den radeon Treiber, auch.

Eingabegeräte Treiber

Die keyboard und mouse Treiber sind veraltet, da hierfür der generische evdev Treiber verwendet wird. Der evdev Treiber wird seit einer langen Zeit als Standardtreiber in Mageia verwendet: Er ersetzt die Vorgänger schon seit einer langen Zeit. Wir boten die Pakete für die Treiber keyboard und mouse als Fallback seit Jahren an, jedoch sind diese nicht mehr bei einer Mageia Installation enthalten. Falls jemand die spezifischen Einträge des veralteten Treiber in der Konfigurationsdatei haben sollte, sollten diese Abschnitte entfernt werden (Beachte, dass XFdrake seit 2009 diese Abschnitte nicht mehr schreibt).

In Mageia 6 wird der libinput Treiber nun der voreingestellte generische Eingabetreiber, anstatt der evdev Treiber. Der vorherige wird weiterhin als Paket angeboten, falls dieser benötigt wird.

libinput ersetzt zudem den synaptics Treiber. Der synaptics Treiber wird nicht mehr automatisch installiert, wenn ein Touchpad vorhanden ist.

Desktop-Umgebungen

Alle Desktop-Umgebungen welche weiter unten aufgeführt sind, befinden sich in den Mageia Onlinequellen und können parallel nebeneinander auf jedem Mageia 6 System installiert werden. Einige davon sind bereits in den physischen Medien, LiveDVDs und klassische DVDs vorhanden, wie in den Abschnitten beschrieben.

Plasma

Plasma, die neue Desktop-Umgebung der KDE Community wird in der Version 5.8 LTS bereitgestellt. Plasma ersetzt die KDE SC 4 Desktop-Umgebung welche nicht mehr gepflegt wird. Fast alle KDE 4 Anwendungen wurden auf Plasma portiert, so dass Sie eine einheitliches Nutzungserlebnis erfahren werden.

Falls Sie Plasma unter Wayland ausprobieren möchten, installieren Sie einfach plasma-workspace-wayland und dieser sollte anschließend in Ihrem gewählten Displaymanager zur Auswahl aufgelistet sein.

Der voreingestellte Displaymanager (DM) für die Plasma Umgebung ist SDDM, welche den veralteten KDM ersetzt.

Von Plasma gibt es eine spezielle 64-Bit Live-DVD oder es kann von der DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

GNOME

GNOME 3.24 wird bereitgestellt. GNOME läuft nun als Voreinstellung mit Wayland, jedoch wird auch als eine Alternative "GNOME mit Xorg" Sitzung angeboten.

Für die Nutzer welche das Aussehen von GNOME2 bevorzugen, bietet GNOME3 eine "Gnome Classic" Sitzung zur Auswahl an.

GNOME gibt es als spezielle 64-Bit Live-DVD, kann aber auch von der DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

LXDE

Der sehr leichgewichtige, auf GTK+2 basierende Desktop ist weiterhin verfügbar und erhält weiterhin Verbesserungen von upstream und unseren Mageia Paketbetreuer, selbst wenn die Community sich teilweise auf LXQt fokusiert hat

LXDE kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

Xfce

XFCE 4.12 wird bereitgestellt.

XFCE wird als 32-Bit und 64-Bit LiveDVD bereitgestellt und kann auch von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

LXQt

LXQt kann nicht out-of-the-box von der klassischen DVD ISO (traditioneller Installer) installiert werden, aufgrund des eingeschränkten Speicherplatzes der ISOs. Es müssen die Onlinequellen hinzugefügt werden, um weitere Auswahlmöglichkeiten während der Installation von Mageia 6 zu erhalten - dies wird in der Installer Dokumentation beschrieben.

Mate

MATE 1.18.0 wird mitgeliefert. Der MATE Desktop wurde vollständig von GTK+2 auf GTK+3 aktualisiert.

MATE kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer). Aufgrund der Einschränkung bezüglich des Speicherplatzes auf der DVD sind einige Anwendungen wie mate-screenshot (Bildschirmfoto Anwendung) nicht in der klassischen DVD ISO integriert. Um ein vollständiges Mate Desktop-Erlebnis zu erhalten wird den Nutzern empfohlen, nach der durchgeführten Installation von Mageia, das Paket task-mate zu installieren.

Cinnamon

Cinnamon 3.2 wird bereitgestellt. Cinnamon kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

Enlightenment

Das Enlightenment Task Paket wird in der neusten Version E21.8, sowie mit den Enlightenment Foundation Libraries (EFL) ausgeliefert. EFL enthält nun die ehemals separate verfügbaren Pakete Elementary, Evas-generic-loaders und Evas-generic-players. Außerdem ist auch der connman connection manager (Connman Verbindungsmanager) für die Verwendung mit der E's Econnman UI, der Enlightenment Authentifizierungs-Agent, der auf EFL-basierende erweiterte Terminology Terminal-Emulator und Ephoto 1.0, der deutlich verbesserte Bildbetrachter von E. Mageia 6 verwendet zudem wieder ein angepasstes Mageia Theme als Standard.

Wie immer bindet E die Anwendungen aus /etc/xdg/autostart nicht automatisch ein. Gehe nach der Installation auf das Hauptmenü > Einstellungen > Startanwendungen und füge die benötigten Systemprozesse (z.B. ein policy kit authentication agent), sowie die entsprechende Anwendung, die bei Systemstart geladen werden sollen, ein. Falls Ihre Installation den ICE Fenstermanager enthält können Sie zwischen den Polkit EFL und dem MATE authentication polkit agents wählen.

Zur Zeit gibt ein paar kleinere bekannte Probleme. Als erstes wurde der Konflikt zwischen connman und dem Mageia Netzwerkzentrum noch nicht behoben. Beachte dass das Netzwerkzentrum vollständig funktioniert und netapplet nicht zu den Anwendungen hinzugefügt werden muss, die bei Systemstart automatisch starten. Als zweites funktionieren die E17 Themes, welche noch in den Repositorys vorhanden sind, nicht mit E21. Aktualisierte Themes sind schon fast fertig. Als drittes funktioniert die Systemleiste, welche auf SNI Benachrichtigungen basiert, nicht vollständig und seit E20 werden die Xembed Benachrichtigungen nicht Unterstützt. Falls Sie Xembed Benachrichtigungen benötigen, können Sie versuchen wmsystemtray zu installieren.

Leichte Fenstermanager

Sie können die Mageia 6 Installation auch sehr leichtgewichtig halten und wir bieten hierfür eine Auswahl an schmalen und effizienten Fenstermanager an. Sie können dort afterstep, awesome, dwm, fluxbox, fvwm2, fvwm-crystal, i3, icewm, jwm, matchbox, openbox, pekwm, sugar, swm und windowmaker finden. Nach der Installation erscheinen diese im Anmeldebildschirm Ihres Displaymanagers.

IceWM

Sie werden nun im Anmeldebildschirm beides finden: "icewm" und "icewm-session".

Seit der Veröffentlichung von IceWM 1.2.13 gibt es ein neuer binär-Eintrag mit dem Namen "icewm-session". Diese hilft Ihnen beim Verwalten aller IceWM Unterteile (icewmbg, icewm, icewmtray, startup und shutdown - in dieser Reihenfolge). Aus diesem Grund sollten Sie icewm-session verwenden, um ein vollständiges "IceWM" zu starten. Das auswählen von "icewm" startet nun nur noch den Displaymanager.

Office Programme

LibreOffice wurde aktualisiert auf 5.3. Siehe die offiziellen Veröffentlichungshinweise für Details.

Claws Mail

Das voreingestellte Verhalten von Claws Mail wurde geändert: Wenn eine Nachricht gelöscht wird, wird nun der Fokus auf die vorherige Nachricht gelegt, anstatt der nächsten. Um das alte Verhalten wieder zu erhalten, ändere (oder ergänze) in ~/.claws-mail/clawsrc die Option next_on_delete auf 1. (Bug 21300)

Multimedia Anwendungen

Seitdem nun das letzte Patent im April 2017 erloschen ist, ist der mp3 encoder nun in den Core Medien verfügbar. Die Tainted Medien werden für die H.264 und AAC Enkodierung weiterhin benötigt.

Der Videoeditor Kdenlive bietet nun mit Movit GPU beschleunigte Effekte, wenn Sie OpenGL 3 kompatible Hardware verwenden.

Mixxx 2.0, welches auch für Mageia 5 zurückportiert wurde, ist nun professioneller mit einer sehr guten Echtzeit-Musikdatenbank verwaltung, Beat- und Notenerkennung und einen AutoDJ Modus.

Editoren

Bei Vim ist die "persistent undo" (persistentes Undo) Funktion standardmäßig aktiviert, wie dies auch bei upstream der Fall ist. "Persistent undo" erlaubt das rückgängig machen von Änderungen selbst dann, wenn die Datei bereits mehrmals gespeichert wurde, da alle Änderungen in einer .<dateiname>.un~ gespeichert werden.

Falls Sie die alte Verhaltensweise haben möchten, fügen Sie einfach in Ihrer ~/.vimrc folgendes hinzu:

 set noundofile
 set backup

Spiele

In der Mageia Community hat sich unsere Liebe für freie Software auch auf Open Source Spiele erweitert. Ein großer Schritt wurde während den Mageia 6 Veröffentlichungszyklen getan, indem viele neue Spiele gepackt wurden, welches Mageia 6 zu einer sehr guten Plattform für intensive als auch kausale Spieler, macht. Sie können in der Mageia App DB eine Liste aller neuen und aktualisierten Spiele in Mageia 6 ansehen. Die folgende Sektion bietet nur einige kleine Beispiel von Spielen für jedes Spielgenre.

Neu in Mageia 6

Die folgende Liste ist nicht vollständig.

  • Abenteuer/Rollenspiele: Gearhead, KeeperRL, NetHack, RogueBox Adventures
  • Arcade: CaveExpress, Goat Attack, Jump 'n Bump, Lugaru, ReTux
  • Brettspiel/Karten: Pentobi
  • Puzzles: CavePacker, FreeTumble, JAG, Minilens, The Butterfly Effect, Wizznic
  • Shooter: No Gravity, The Battle for the Solar System, Word War vi
  • Simulation: Endless Sky, Sar 2
  • Strategie: Advanced Strategic Command, LordsAWar!, Tanks of Freedom, Wyrmsun

Aktualisierungen

Die folgende Liste ist nicht vollständig.

  • Abenteuer/Rollenspiele: Angband, Crawl, HyperRogue, OpenMW, Tales of Maj'Eyal
  • Arcade: C-Dogs SDL, Emilia Pinball, Extreme Tux Racer, OpenClonk, SuperTux
  • Brett-/Kartenspiele: Auale, Auralquiz, Crafty, GnuChess
  • Puzzle: Gottet, Hexalate, Sudokuki, Tanglet
  • Shooter: FreeDoom, Red Eclipse, Warsow, Xonotic
  • Simulation: FlightGear, Minetest, Naev, Speed Dreams, Stunt Rally, Trigger Rally
  • Strategie: 0 A.D., Battle for Wesnoth, ColoBot, Freeciv, MegaGlest, OpenDungeons, OpenTTD, Pioneer

Spieleplattformen und Werkzeuge

Mageia kommt mit einem Set von netten Spieleplattformen und Werkzeugen, darunter:

  • Lutris, eine freie und Open Source Spieleplattform für Linux. Es lässt Sie Spiele installieren und verwalten, mit einer einheitlichen Schnittstelle für z.B. Linuxspiele von Desura oder Steam, Microsoft Windows-Spiele in Wine, statisch kompilierte Open Source Spiele usw.
  • Steam, die sehr bekannte (non-free) Distributionsplattform für kommerzielle Spiele
  • Viele moderne Emulatoren für die meisten Konsolen
  • Attract Mode (Paketname attract), ein grafisches Frontend für Befehlszeilen-Emulatoren. Ideal zur Verwendung in Arcade-Maschinen und zur Verwendung von HyperSpin Themen mit Video-Vorschauen.

Werkzeuge zur Spielentwicklung

Für Mageia 6 wurden starke Anstrengungen gemacht, um freie und Open Source Werkzeuge für Spieleentwickler anzubieten, darunter:

  • Blender, ein führedes 3D Modellierungwerkzeug
  • Godot Engine, eine State-of-the-Art 2D und 3D Spieleengine mit einer stetig wachsenden Community
  • Krita, ein digitales Malwerkzeug für 2D Kunst
  • Love2D, ein Lua Framework für 2D Spiele
  • Panda3D, ein 3D Framework zur Entwicklung von Python und C++ Spiele
  • RenderDoc, ein Debugging-Werkzeug für Grafikrendering

Bildung

Mageia 5 bietet sowohl eine alte als auch eine neue Version von gcompris an. Die alte Version basiert auf dem GTK+ Toolkit und bietet mehr Möglichkeiten. Die neue Variante verwendet Qt und bietet einige neue Funktionen. Wir waren im Februar 2015 unter den Spendern, um die Verbesserung der grafische Oberfläche dieses sehr wichtigen Projekts, zu unterstützen.

Softwareentwicklung

Compiler und Werkzeuge

GCC wurde aktualisiert auf 5.4.0, GDB auf 7.12 und Valgrind auf 3.12. LLVM wurde auf 3.9.1 aktualisiert. LLDB liegt nun auch als Paket vor.

libvirt und virt-manager unterstützen nun UEFI in VMs (es muss ggf. edk2-ovmf-x64 installiert werden).

Firebird wurde auf 3.0.1 aktualisiert.

IPython wurde auf 5.0 aktualisiert (LTS Version)

Die meisten Bibliotheken wurden auf ihre neuste stabile Versionen (mit Langezeitunterstützung (long term support) falls verfügbar, aktualisiert, wie unter anderem Qt 5.6.2 und GTK+ 3.22.16. Tcl/Tk befindet sich auf Version 8.6.5

Sprach-Stacks

Python 3 wurde auf die Versionsnummer 3.5.3 sowie Python auf 2.7.13 aktualisiert und falls es möglich war, werden alle Python Module für Python 2 und Python 3 bereitgestellt.

Perl wurde aktualisiert auf 5.22.3

Einige wichtige Arbeiten wurden unternommen um den Java Stack zu vereinfachen, welcher unter Mageia 5 schwer zu pflegen war.

Ruby wurde auf 2.2.5p319 aktualisiert

Rust ist in der Version 1.18.0 verfügbar und das Paket ist nun mit Fedoras Rust SIG synchronisiert, bei dem Mageia Paketbauer direkt beitragen können. Es wird während der Unterstützungszeit von Mageia 6 mit weiteren Aktualisierungen gepflegt um auf dem aktuellen Entwicklungsstand zu bleiben.

KDE Frameworks 5

Einer der größeren Schritte der Mageia 6 Veröffentlichung ist es, das KDE Frameworks 5 in der Version 5.32 mitzuliefern.

Verschiedenes

Nextcloud ersetzt ownCloud. Für die Migration und dem Upgrade sind einige Schritte nötig. Bei dieser Software ist es nicht möglich die Zwischenversionen zu überspringen, aus diesem Grund müssen die Updates aus dem Backport Repository von MGA5 installiert werden *BEVOR* auf Mageia 6 aktualisiert wird und es müssen Maßnahmen ergriffen werden, dass sich Nextcloud 12 nicht vor Nextcloud 11 installiert. Siehe Owncloud - Upgrading (englisch)für weitere Details.

Aktualisieren von Mageia 5

Notepad.png
Bitte beachte!
Bitte lese hierzu auch die Information über bekannte Fehler im Abschnitt "Aktualisierungsprobleme" und die Seite "Von Mageia 5 auf 6" um Upgrade-Probleme zu vermeiden.


Die Aktualisierung von Mageia 5 wird unterstützt und wurde über die letzten Monate optimiert. Aber wie immer wird empfohlen, wichtige Daten vor dem Upgrade zu sichern. Zudem sollte man sich vergewissern alle Aktualisierungen von Mageia 5 zu installieren (unter anderem auch rpm und urpmi). Eine direkte Aktualisierung von Mageia 4 oder von einer anderen Distributionen wird nicht unterstützt.

Falls Sie ein 64-Bit System aktualisieren möchten, welches womöglich auch 32-Bit Software enthält, ist dies kein Problem, solange es nicht Entwickler-Bibliotheken (development libraries) enthält. Sie können diese an dem Wort "devel" im Paketnamen erkennen. Um festzustellen ob Ihr System solche Bibliotheken enthält, können Sie folgenden Befehl nutzen:

rpm -qa --queryformat "%{NAME}-%{version}-%{RELEASE}-%{ARCH}\n" |grep i586 |grep devel

Sie müssen diese Bibliotheken vor dem Upgrade deinstallieren.

Wenn Drittanbieter Repositorys, wie z.B. von Google, während der Benutzung von Mageia 5 hinzugefügt wurden, vergewissern Sie sich eine Sicherung/Kopie von /etc/urpmi/urpmi.cfg anzulegen.

Falls Sie den ownCloud Server oder Client unter Mageia 5 verwenden, lese zu erst die Wikiseite Owncloud - Upgrading (englisch), bevor Sie auf Mageia 6 aktualisieren.

Es gibt mehrere Möglichkeiten von einer Mageia 5 Veröffentlichung zu aktualisieren:

Achtung: Aktualisieren einer bestehenden Installation mit einem Live Medium wird NICHT unterstützt, da ein Live Abbild "wie es ist" auf das Zielsystem kopiert wird.

Wenn Sie eine vorige Mageia Installation aktualisieren möchten, die NICHT unter UEFI ausgeführt wurde und diese nun darunter ausgeführt wird, müssen Sie eine vollständige Installation durchführen. Ein direktes Upgrade wird nicht unterstützt.

Aktualisieren über das Internet

Das Mageia Aktualisierungsbenachrichtigungs Applet (update notification applet), Mageia Online, wird Sie darauf hinweisen das eine neue Mageia Veröffentlichung verfügbar ist und fragt ob ein Upgrade gewünscht ist. Wenn Sie zustimmen, wird das Upgrade Ihrer Mageia Installation ausgeführt ohne das weitere Schritte notwendig sind.

Falls Sie das Applet deaktiviert haben oder es sich aus verschiedenen Gründen nicht automatisch startet, können Sie auch manuell durch Verwendung der GUI (mgaonline) oder dem CLI (urpmi) Befehl aktualisieren. Beide Methoden sind weiter unten beschrieben.

Machen Sie vor dem beginnen des Upgrades eine vollständige Aktualisierung Ihres Systems und überprüfen Sie, das Sie genügend freien Speicherplatz (mindestens 2 GB, abhängig von der jeweiligen Konfiguration) haben.

Notepad.png
Bitte beachte!
Verwenden Sie falls möglich eine kabelgebundene Internetverbindung, vor allem wenn Sie unfreie (nonfree) WLAN-Treiber verwenden.

Online-Upgrade mit Hilfe von mgaonline (GUI)

Falls Mageia Online kein blaues Symbol in der Taskleiste anzeigt, welche die Option anbietet auf die neue Veröffentlichung von Mageia zu aktualisieren:

1. Vergewissern Sie sich das Ihr System aktuell ist, indem Sie alle verfügbaren Aktualisierungen bestätigen. http://doc.mageia.org/mcc/6/de/content/MageiaUpdate.html

2. Vergewissern Sie sich das im Mageia Kontrollzentrum - Software verwalten - Einstellen der Aktualisierungsfrequenz, die Option "Nach neuen Versionen suchen" ausgewählt ist. http://doc.mageia.org/mcc/6/de/content/mgaapplet-config.html

3. Schaue in deinem home Verzeichnis nach dem versteckten Verzeichnis /.MgaOnline. Falls sich eine Datei mit dem Namen mgaonline in diesem Verzeichnis befindet lösche diese.

Nach einem Neustart sollte das blaue Symbol erscheinen, sobald Mageia Online das nächste Mal nach Aktualisierungen sucht.

Wenn Mageia 5 das Supportende (EOL) erreicht hat, wird ein orangefarbenes Symbol angezeigt und ein Pop-Up warnt davor, dass Mageia 5 nicht mehr unterstützt wird.

Alternativ können Sie den Aktualisierungsprozess durch Eingabe in einer Konsole starten:

su
mgaapplet-upgrade-helper --new_distro_version=6

Es wird Sie über die Verfügbarkeit der neuen Mageia 6 Distribution benachrichtigen. Nach der Konfiguration der Mageia Quellen kann die Migration gestartet werden.

Warnung.png
Warnung!

Aufgrund verschiedener Berichte über bekannte Probleme mit Upgrades von Mageia 5, hat sich das Mageia Team entschlossen, die automatische Uprgrade-Benachrichtigung auf Mageia 5 Systemen zu deaktivieren,
sowie das Upgrade über den mgaapplet-upgrade-helpers Befehl, wie oben beschrieben. Das Upgrade über die DVD oder über urpmi ist hiervon nicht betroffen.

Für weitere Einzelheiten, schauen Sie bitte in den Blog Post

Es wurde berichtet, dass das Upgraden von KDE 4 zu einem zeitweise schwarzen Bildschirm oder einer Dialogmeldung ohne Text am Ende des Upgrade-Vorgangs führen kann, während KDE 4 durch Plasma 5 ersetzt wird (dies hängt zudem auch vom Grafikkartentreiber ab). Falls Ihnen eine Dialogmeldung ohne Text angezeigt wird bedeutet der rechte Knopf "Computer neu starten", somit sollte es sicher sein, diesen zu wählen.

Um diesen Fehler zu umgehen wird empfohlen, von einer leichtgewichtigen Desktop-Umgebung, wie zum Beispiel IceWM, oder von der Kommandozeile (siehe unten, das Upgrade durchzuführen.

Online-Upgrade mit Hilfe von urpmi (CLI)

Diese Methode ist nützlich wenn die Root Partition verschlüsselt ist und beim Systemstart die Partition entschlüsselt wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Befehlszeilen Interface zu erhalten (CLI).

Die beste Methode ein Upgrade durchzuführen ist es, den run-level 3 Modus zu nutzen, damit der X Server und die grafische Umgebung nicht läuft.

Zudem sollte das Upgrade sauberer verlaufen wenn run-level 3 verwendet wird, als bei der Verwendung einer Terminal Anwendung, da dann weniger Programme laufen, welche das Upgrade vermasseln könnten.

Run-level 3 kann aktiviert werden, indem man eine "3" in der Kernel Kommandozeile in Grubs menu.lst Datei anhängt und dann das System neu gestartet wird, um eine Anmeldeaufforderung zu erhalten.

Es wird empfohlen "script upgrade_log.txt" auszuführen um die Upgrademeldungen zu erhalten, im Falle dass ein Fehler auftreten sollte. Nutze "exit" um das "script" zu beenden.

Hier sind die Upgradeschritte:

  • Entferne alle bestehenden Medienquellen aus deinem System mit Hilfe des folgenden Kommandos, welches im Terminal als root (Admin) ausgeführt werden muss:
su
urpmi.removemedia -a
  • Füge die Mageia 6 Onlinequellen hinzu:
    • Verwende die Spiegelserver Methode (welche automatisch einen Server anhand Ihres geografischen Standorts auswählt):
    su
    urpmi.addmedia --distrib --mirrorlist 'http://mirrors.mageia.org/api/mageia.6.$ARCH.list'
    (urpmi ersetzt $ARCH automatisch durch den richtigen Wert)
    • Einen spezifischen Spiegelserver festlegen:
    su
    urpmi.addmedia --distrib <mirror_url>
    Sie können die Serveradressen mithilfe der Mageia Spiegelliste anzeigen lassen.
  • Zum Abschluss wird das Upgrade gestartet:
su
urpmi --replacefiles --auto-update --auto
  • Es wird empfohlen den oben genannten Befehl zwei Mal auszuführen, da es möglich ist das beim ersten Ausführen zwar die Pakete heruntergeladen, aber nicht installiert wurden.
Notepad.png
Bitte beachte!

Es ist oft eine gute Idee das Upgrade zu testen, bevor es durchgeführt wird.
Mit dem Befehl urpmi --replacefiles --auto-update --auto --download-all --test werden alle Pakete heruntergeladen und ein Upgrade nur simuliert.

Falls das Ergebnis erfolgreich war kann anschließend das Upgrade mit dem Befehl urpmi --replacefiles --auto-update --auto --download-all durchgeführt werden.

Die Mageia 6 DVD zum Upgraden benutzen

Sie können die traditionelle Mageia 6 DVD (nicht die Live Ausgabe) dazu verwenden um eine saubere Installation durchzuführen, aber auch um von Mageia 5 zu aktualisieren.

Upgraden:

  • Lade die ISO von der Mageia Download Seite und brenne diese auf eine DVD oder übertrage diese auf einen USB-Stick. Weitere Details finden Sie im Artikel über verfügbare Installationsmedien
  • Booten Sie von der DVD und vergewissern Sie sich, dass diese im gleichen Legacy/BIOS oder UEFI Modus startet, wie es bei Mageia 5 der Fall war.
  • Wähle "Installiere Mageia 6" im GRUB (dem Bootlader) Menü
  • Wähle die Aktualisieren Option.

Es wird empfohlen die Onlinequellen während des Upgrades einzurichten, da die DVD nur einen kleinen Teil der kompletten Mageia Quellen enthält. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie wichtige 32-Bit Pakete bei einer 64-Bit Installation verwenden, da die 64-Bit ISO nur 64-Bit Pakete enthält und dadurch das Upgrade fehlschlagen kann, falls die Onlinequellen nicht hinzugefügt wurden.

Es ist möglich das eine bestehende Mageia 5 Installation eine Aktualisierung auf eine neuere Version einer Software enthält, als diese auf der ISO verfügbar ist. Wenn dies passiert wird womöglich das Upgrade fehlschlagen. In der Zeit, in der die ISOs getestet werden ist es nicht möglich herauszufinden welche Mageia 5 Pakete in Zukunft womöglich aktualisiert werden. Offline Upgrades (z.B. Upgrades welche ohne das Aktivieren der Online Quellen durchgeführt wird) werden nicht unterstützt.

Beim ersten Neustart verwende den Befehl 'urpmi --auto-update' um sicher zu gehen das alle Pakete aktualisiert wurden.

Bekannte Fehler

Siehe die Errata Seite

shared security in Samba ist veraltet

Falls der Samba Server nach dem Upgrade auf Mageia 6 nicht gestartet werden kann, müssen Sie gegebenenfalls security=share auf security=user in /etc/samba/smb.conf abändern und den Samba Dienst neu starten.

Ablehnung von DSA Schlüssel in openSSH

openSSH 7.0 lehnt DSA Schlüssel ab und ignoriert diese in der Standardeinstellung. Um diese zu erlauben, bis Sie auf RSA Schlüssel umgestiegen sind, füge folgendes in die ~/.ssh/config ein PubkeyAcceptedKeyTypes +ssh-dss Schauen Sie im Abschnitt "Potentially incompatible changes" der openSSH 7.0 release notes nach, um weitere Einzelheiten darüber zu erfahren.

gnupg entfernt den geheimen Schlüsselbund

Upstream entfernt den geheimen Schlüsselbund. Dies ist kein Bug, kann jedoch dazu führen, dass z.B. beim signieren einer rpm die Meldung "No secret key" erscheint. Um dies zu umgehen siehe Bug 22625.

ls setzt spezielle Zeichen/Leerzeichen in Anführungszeichen

Im Upstream wurde die voreingestellte Ausgabeformatierung von ls geändert. Dateinamen mit Leerzeichen oder nicht-alphanumerische Zeichen werden nun automatisch in Anführungszeichen gesetzt, die Zusammensetzung wird geändert, was zu einem vereinfachten kopieren und einfügen in die Shell führt. Es kann allerdings auch dazu führen, dass die Ausgabe schwerer zu lesen ist. Um das vorherige Verhalten wieder zu erhalten kann der -N, --literal Schalter verwendet werden oder die Exportierung von QUOTING_STYLE=literal.

Für weitere Einzelheiten und Hinweise, schauen Sie auf die Seite a corresponding question on stackexchange vorbei.

Obsolete Pakete

get-skype ist nun veraltet, da die klassische Version von Skype für Linux nur bis zum 1. Juli 2017 unterstützt wurde. Es gibt eine neue Web-basierte Skype Version welche direkt von der Skype Webseite installiert werden kann, indem die rpm Version hier ausgewählt wird. Beachte dass nur 64-Bit Systeme unterstützt werden.

Fehler melden

Wir haben einen Bugtracker, aber lese bitte vorher die Errata bevor Sie einen Fehler melden. Falls Sie noch kein Mageia Profil besitzen, können Sie eines unter https://identity.mageia.org/ erstellen. Falls Sie nicht wissen wie man einen Fehler meldet, können Sie weitere Informationen hier finden.