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Contents

Einführung

Mageia ist ein "Freie Software" Betriebssystem der GNU/Linux Familie, welche entweder als Haupt-Betriebssystem installiert werden kann, oder als alternatives System zu einem bereits installierten Betriebssystem (Dual Boot). Es ist ein Community Projekt, welches mit Hilfe der non-profit Organisation Mageia.Org, mit gewählten Mitwirkenden, erstellt wird. Mageia wird von und für die Nutzergemeinschaft entwickelt und deckt alle mögliche Nutzergruppen ab, von Anwendern, die das erste Mal ein GNU/Linux System verwenden, bis hin zu erfahrene Entwickler oder Systemadministratoren.

Die aktuellste stabile Veröffentlichung des Mageia Projekts, Mageia 7, wurde über ein Jahr entwickelt. Es wird mit Sicherheits- und Fehlerkorrekturen für 18 Monate versorgt, bis zum 30. Dezember 2020.

Verfügbare Installationsmedien

Mageia ist in zwei unterschiedlichen Installationsmedientypen verfügbar:

  • Klassische ISOs (DVD 32-Bit, DVD 64-Bit), welche den traditionellen Installer DrakX verwenden. Die 32-Bit und 64-Bit DVDs enthalten alle unfreien Treiber. Die Verwendung der unfreien (nonfree) bzw. proprietären Pakete kann während der Installation deaktiviert werden.
  • Live ISOs, welche dazu verwendet werden können die Distribution vorab anzutesten, sind zudem auch eine alternative Möglichkeit, Mageia auf die Festplatte zu installieren. Live-Medien enthalten entweder die Plasma (64-Bit), die GNOME (64-Bit) oder die Xfce (32- oder 64-Bit) Desktop-Umgebung. Die Live-DVDs enthalten alle unterstützen Sprachen und eine Vorauswahl an Software, wodurch die Live ISOs hierdurch eine schnellere Möglichkeit bieten, ein nutzbares Mageia-System zu erhalten. Zudem haben wir die Eigenschaft der "Persistenz" hinzugefügt, wodurch es ermöglicht wird, eine Partition zu erstellen, um die von Ihnen während des Live-Betriebs vorgenommenen Anpassungen abzuspeichern und das System nach einem Neustart in dem zuletzt verwendeten Zustand wieder weiter verwenden zu können.

Alle ISO Abbilder können auf eine DVD gebrannt oder auf ein USB-Laufwerk übertragen werden. Bitte beachte jedoch die Größenunterschiede, so kann ein 4GiB großes Abbild zu groß für ein 4GB großes USB-Laufwerk sein, aufgrund von unterschiedlichen Zählweisen.

Für weitere Informationen schaue in unser Handbuch zum Auswählen und verwenden der ISOs.

Sie finden die verschiedenen Downloadinformationen auf der Mageia 7 Download Seite: direkte Downloads (FTP und HTTP) und BitTorrent Downloads sind verfügbar.

Die Mageia Onlinequellen/-repositorys

Die Mageia Softwarepakete, welche bei Mageia verfügbar sind, sind in drei verschiedene Quellen/Medien aufgeteilt, abhängig des Lizenztyps unter dem die Pakete stehen. Hier ist eine Übersicht dieser Quellen:

  • Core: Die Core Quellen enthalten Pakete welche unter freien und Open Source Lizenzen stehen. Die "Core" Medien, darunter "Core Release" und "Core Updates" sind standardmäßig aktiviert.
  • Nonfree: Die unfreien Quellen enthalten Pakete welche kostenfrei sind und frei verteilt werden dürfen, jedoch aber Closed Source Software enthalten (deshalb der Name - nonfree bzw. unfrei). Darunter sind zum Beispiel die proprietären Treiber von NVIDIA und AMD Grafikkarten, verschiedene Firmware für WLAN Karten usw.

Die unfreien Quellen sind als Voreinstellung bereits aktiviert, können jedoch, falls man keine unfreien Pakete verwenden möchte, während dem Installationsvorgang deaktiviert werden.

  • Tainted: Die unsauberen Quellen enthalten Pakete welche unter einer freien Lizenz veröffentlicht wurden. Das Hauptkriterium diese Pakete in die unsauberen Quellen zu integrieren liegt daran, dass diese in bestimmten Ländern die Patent- oder Urheberrechte verletzen, darunter Multimedia Codecs welche benötigt werden um bestimmte Audio-/Videodateien abzuspielen, Pakete welche benötigt werden um eine kommerzielle DVDs abzuspielen, etc.
    Die unsauberen Quellen werden standardmäßig mitgeliefert sind allerdings nicht aktiviert. Diese sind komplett opt-in. Bevor man diese aktiviert sollte man die lokalen Gesetze prüfen.
    Diese Quellen sind für Mageia das, was RPM Fusion für Fedora Nutzer ist, jedoch mit einer höheren Qualität, da die dort vorhanden Pakete von den Mageia Paketbauer erstellt werden.

Bitte beachte, dass auf 64-Bit Systemen die 32-Bit Quellen zwar eingerichtet werden, diese allerdings als Voreinstellung nicht aktiv sind. Wenn die nonfree oder tainted 64-Bit Quellen aktiviert sind, sollten die dazugehörigen 32-Bit Quellen auch aktiviert werden (sowohl für Release/Core, als auch für Update), da diese für bestimmte Pakete, wie z.B. PlayOnLinux oder Steam benötigt werden. Falls Sie auch Pakete installieren möchten, welche Abhängigkeiten zu Paketen aus den 32-Bit Repositorys haben, wie PlayOnLinux oder Steam, dann vergewissern Sie sich, dass zumindest die "Core 32bit Release" und "Core 32bit Updates" Repositorys aktiviert ist.

Highlights der Veröffentlichung

Unterstützung für ARM Systeme

Die Portierung auf ARM (Advanced RISC (Reduced Instruction Set Computing) Machine) Prozessoren wurde während den Mageia 6 Tagen erneut aufgenommen und erweitert. Das Hauptsystem ist für ARMv7 und aarch64 verfügbar. Die Unterstützung für ARMv5 wurde eingestellt.

Es gibt aktuell keinen traditionellen Installer und es wird weiterhin als experimentell betrachtet, jedoch wurde das meiste der Distribution erfolgreich für beide Architekturen erstellt (siehe die ARM Statusübersicht für Details). Der Plan ist es, Installationsabbilder für populäre ARM Geräte in den kommenden Monaten bereitzustellen. Es gibt keine gelplanten Zeitpunkt hierfür, sowie für die Mageia 7 Veröffentlichung.

Wichtige Entwicklungen

Installation

Stage 1

  • Die Hardwareunterstützung wurde erweitert, so dass das Installationsprogramm auch auf aktuellen Computer startet.
  • NFS Unterstützung wird durch die System-Tools, anstatt unserem 15 Jahre alten geforkten NFS Code, bereitgestellt. Hierdurch unterstützen wir nun NFSv4 & Co.
  • Kann von einer Festplatte installiert werden, welche mit einem unserer unterstützten Dateisysteme formatiert ist, anstatt nur auf btrfs, ext[2-4], ISO9660, JFS, ntfs, reiserfs, vfat & XFS beschränkt
  • Unterstützung für die automatische Installation von einer Festplatte hinzugefügt - entweder von einer ISO oder von einer Distribution-Verteilungsstruktur. Beispiel:
automatic=method:disk,disk:vdb,partition:vdb1,dir:/Mageia/Mga6.iso

Stage 2

  • Viele Fehlerbehebungen und Verbesserungen im Partitionsprogramm

Hardwareunterstützung

  • Neue Architekturen
    • ARM v5 Unterstützung wurde eingestellt
    • ARM v7 Unterstützung wurde erweitert
    • Aarc64 Unterstützung wurde hinzugefügt

Lokalisierung (l10n) / Internationalisierung (i18n)

Anleitungen

  • Die Anleitungen für den traditionellen Installer und für das Mageia Kontrollzentrum wurden (teilweise) in viele verschiedene Sprachen übersetzt. Siehe hierzu unsere offizielle Dokumentation
  • Es wird ein englischsprachiger Screenshot verwendet, wenn kein lokalisierter Screenshot für die Anleitung im HTML Format vorhanden ist
  • PDF und EPUB Anleitungen werden nur erstellt, wenn mehr als die Hälfte der benötigten lokalisierten Screenshots für diese Anleitungen vorhanden sind.

Softwareübersetzungen

Neue Übersetzungen wurden hinzugefügt, während bestehende verbessert wurden. Ein Dank an unsere engagierte Community an Übersetzern für ihre zuverlässige Arbeit.

Paketverwaltung

Neue RPM Version

RPM wurde auf die Version 4.14.2.1 aktualisiert.

RPM 4.14 bietet wichtige Verbesserungen für RPM als ein ganzen, darunter:

  • Größere Umgestaltung der debuginfo Pakete
  • Größere Überarbeitung des Paket-/Header-Lesevorgang und Signaturprüfung um einen einzelnen Codepfad zu verwenden.
  • Neue SHA256 Verarbeitung in Paketen: Einen, einzig für die komprimierte Nutzlast und einen für den Header
  • Schwache Abhängigkeiten werden berücksichtigt
  • Unterstützung für einen konfigurierbaren Modus um SSD Laufwerke zu schonen
  • Unterstützung für zstd Kompession

Weitere Informationen über die Änderungen von RPM 4.13 (welches bei Mageia 6 angeboten wurde) auf RPM 4.14.2.1, finden Sie auf der RPM Webseite:

DNF: der alternative Paketmanager

DNF (Dandified Yum) wurde als Alternative zu urpmi seit Mageia 6 eingeführt.

DNF ist die neue Generation zur Auflösung von Abhängigkeiten und ein hochwertiges Werkzeug zur Paketverwaltung, welches aus zwei Projekten entstanden ist: Fedoras YUM (Yellowdog Updater, modifiziert) und openSUSEs SAT Solver (libsolv). DNF entstand vor Jahren als Fork von YUM, um es so umzuschreiben, dass es die SAT Solver Bibliothek von openSUSE verwendet und um die Codebasis deutlich umzustrukturieren, damit eine API für zwei Dinge zur Verfügung steht: erweitern von DNF (über Plug-ins und Einbindungen) und erstellen von Anwendungen die darauf aufbauen (wie grafische Frontends und Frameworks zur automatisierten Systeminstandhaltung).

Mageia ist erfreut darüber, einer der ersten größeren Distributionen zu sein, welche DNF 2 bei Veröffentlichung anbietet! Diese Version von DNF bietet eine erweiterte Fehlerbericht-Erstellung, erweitertes aufspüren von schwachen Abhängigkeiten, Unterstützung für große Abhängigkeiten (mehr Informationen in den RPM Veröffentlichungshinweisen), und eine detailliertere Transaktionsinformationen während Vorgänge durchgeführt werden.

Mageia 7 kommt mit DNF v4.2.6. Diese Version verbessert DNF im Vergleich zu Version 2.x, welche in Mageia 6 vorhanden ist, durch das umschreiben der Logic von Python auf C++ und Übertragung in die libdnf Bibliothek für eine bessere Geschwindigkeit.

Zum ersten Mal wird ein Systemupgrade über DNF unterstützt. Siehe den Abschnitt zur Aktualisierung mit DNF, für weitere Informationen.

Diese neue Version von DNF verwendet nun auch Repository-Metadaten, welche mit zchunk komprimiert sind, wenn diese verfügbar sind. Zchunk ist ein neues Komprimierungsformat, welches für hoch effiziente Delta-Aktualisierungen entwickelt wurde. Bei Repositorys welche mit zchunk komprimiert wurden, lädt DNF nur noch die Unterschiede zwischen den früheren Kopien der Metadaten und der aktuell verfügbaren Version, um bei regulären Metadaten-Aktualisierungen Bandbreite zu sparen. Siehe den zchunk Abschnitt in den Veröffentlichungshinweisen für weitere Informationen.

Es bietet auch Unterstützung für Module, wobei Mageia aktuell keine Module in den Repositorys anbietet.

Weitere Informationen über die Modularität: https://docs.pagure.org/modularity/

DNF Veröffentlichungshinweise: https://dnf.readthedocs.io/en/latest/release_notes.html

Bei einer frischen Installation mit den klassischen-, sowie den Live-Medien, wird DNF parallel zu urpmi installiert. Abhängig von der Aktualisierungsmethode auf Mageia 7, ist es eventuell notwendig das dnf Paket manuell zu installieren, um es zur Verfügung zu haben.

Informationen zur Verwendung von DNF finden Sie auf der Wiki Seite: Verwenden von DNF.

AppStream

Unsere RPM-MD (RPM Metadaten) Repositorys (verwendet von DNF und PackageKit) bieten AppStream Metadaten an. Werkzeuge wie GNOME Software (GNOME Desktop, als Paket gnome-software verfügbar), und Plasma Discovery (KDE Plasma Desktop, als Paket discover verfügbar) verwenden AppStream Metadaten um eine verbesserte Erfahrung beim suchen, identifizieren und verwalten von Anwendungen zu haben.

AppStream ist ein Distributionsübergreifende Versuch um die Softwarerepositorys durch standardisierte Metadaten der Softwarekomponenten zu erweitern. Es aktiviert eine anwendungsfokusierte Sicht auf die Paketrepositorys und bietet Spezifikationen für Dinge, die für ein benutzerfreundliches Anwendungszentrum benötigt werden.

Siehe hierzu die AppStream Webseite für weitere Informationen https://www.freedesktop.org/wiki/Distributions/AppStream/

Zchunk

Unser RPM-MD (RPM MetaData) Repoitory (verwendet von DNF und PackageKit), wird im zchunk Format, zusätzlich zum zuvor genutzten gzip Format, komprimiert.

zchunk ist ein neues Komprimierungsformat, welche für hoch effiziente Delta-Aktualisierungen erstellt wurde. Wenn Mageias Matadaten mit zchunk komprimiert sind, lädt DNF nur die Unterschiede zwischen den vorherigen Kopien der Matadaten und der aktuellen Version herunter. DNF und darauf basierte Werkzeuge reduzieren hierdurch erheblich die Größe der Matadaten, welche heruntergeladen werden, vor allem wenn diese regulär durchgeführt wird.

Zchunk Repository-Metadaten werden nur vom DNF-Paketmanager unterstützt und von Anwendungen, die diese verwenden, wie dnfdragora, gnome-software und discover.

Für weitere Informationen über zchunk, siehe die folgenden Artikel:


perl-URPM & urpmi

  • Die Dokumentation wurde erweitert (unter anderem URPM & urpm & CPAN)
  • urpmi/perl-URPM unterstützt einen größeren Umfang an rpm Versionen, von rpm-4.11 bis zur aktuellen 4.14
  • Verschiedene Fehlerbehebungen wurden durchgeführt.
  • perl-URPM verwendet native 64-Bit integers, anstatt Math::Int64

Anwendungen

Mageia Kontrollzentrum

Weiteres

MageiaWelcome

Der 'Willkommen'-Bildschirm ist eine Anwendung die angezeigt wird, wenn der Anwender ein frisch installiertes Mageia-System startet. Es wurde vollständig überarbeitet um eine lineare Einführung mit einzelnen Schritten anzubieten, welche sich bei der Reihenfolge an der Wichtigkeit der einzelnen Einstellungen, die ein Anwender nach der Installation wissen sollte, orientiert. Als Voreinstellung startet es bei jedem Systemstart, jedoch ist dieses Verhalten optional. Auch wenn der automatische Start deaktiviert wurde - es kann jederzeit als Anwendungen wieder ausgeführt werden (mageiawelcome).

Unter der Haube verwendet es Python und QML. Es ist nun anpassbar bezüglich der Fenstergröße und verwendet die Schriftart der Desktop-Umgebung.

Isodumper

Isodumper ist ein Werkzeug um ISO-Abbilder auf ein Speichergerät zu übertragen. Es verwendet nun eine verbesserte Routine zur Überprüfung der Daten nach dem Schreibvorgang, indem es nach einer sha512-Summe-Datei und die entsprechende Signatur dieser Summe schaut. Wenn die Summe-Datei gefunden wurde, vergleicht das Programm die in der Datei hinterlegten Summe mit der berechneten Summe des Speichergeräts und zusätzlich, ob die Summe signiert ist. Eine weitere Änderung besteht darin, dass die Anwendung nicht mehr mit Root-Rechten ausgeführt wird, sondern mit Benutzer-Privilegien - Root-Rechte werden nur angefordert, wenn diese benötigt werden (zum Beispiel bei Schreib- oder Formatiervorgänge). Dies soll die Sicherheit verbessern.

Wir haben auch eine Funktion bezüglich den Live-Abbildern hinzugefügt: Durch auswählen einer Checkbox können wir den verbleibenden freien Speicherplatz für eine "persistente" Partition kennzeichnen. Siehe hier für weitere Informationen.

Docker

Das Docker Ökosystem (basierend auf der Engine-Version 18.09) wurde mit vielen zusätzlichen Werkzeuge erweitert, wie zum Beispiel docker-compose (mit v3 Unterstützung), containerd (runC daemonen Kontrolle), docker-registry (Freigeben von Bildern), docker-machine (installieren von Docker auf einem entfernten Rechner) und python-docker (Python 2 und 3 Bibliotheken für die Engine API Verwaltung).

LiveCD Werkzeug

Mit Mageia 7 wurde das LiveCD Werkzeug auf die neuste Version (v27.0) aktualisiert.

Für weitere Informationen, wie man das LiveCD Werkzeug verwendet, schaue bitte die Wiki-Seite Verwenden der LiveCD Tools an.

draklive2

Das Werkzeug, welches dazu verwendet um Live ISOs der Distribution zu erstellen, wurde für eine einfachere Nutzung überarbeitet. Verschiedene Beispiele werden angeboten, um dem Anwender Hilfe beim erstellen von selbst angepassten Varianten der Live ISOs zu geben. Es gibt nun einen grafischen Modus, welcher auf den klassischen Installer von Mageia basiert, um die Paket- und Gebietsauswahl zu Unterstützen.

Für weitere Informationen schaue auf die Wiki Seite: draklive2

Grundsystem

Kernel und Hardwareunterstützung

  • Mageia 7 wird mit Kernel 5.1 ausgeliefert.

Jede von dieser Kernel-Version verwaltete Hardware ist aktiviert. Der Kernel bietet bessere Grafikunterstützung und mit Mesa 19.1.

  • Weitere Kernel-Variationen sind zudem verfügbar, darunter kernel-linus (ein Vanilla-Kernel ohne zusätzliche Patches). Mehr Informationen auf der Wiki Seite Kernel Arten

X Window System (X11)

Mageia 7 kommt mit X.Org 1.20.4.

AMD Grafikkartentreiber

  • Mageia 7 verwendet den freien Grafikkartentreiber für AMD/ATI Grafikkarten, AMDGPU für neuere Grafikkarten und Radeon für ältere Grafikkarten. Die freien Treiber verwenden auch den aktuellen Mesa 19.1, der mit Mageia 7 mitgeliefert wird. Verglichen mit Mageia 6, wurde die Hardwareunterstützung erhöht und die Leistung verbessert.
  • Der proprietäre AMDGPU-PRO Treiber funktioniert aktuell nur mit X.org 1.1x, so dass dieser unter Mageia 7 nicht verwendet werden kann.
  • Im Falle von Hybrid-Grafikkarten funktioniert der aufgeführte Vorschlag, welcher beim nouveau Treiber beschrieben wird und die Verwendung des Präfix DRI_PRIME=n funktioniert, zumindest bei den radeon Treiber, auch.

Nvidia Treiber

  • Der aktuelle freie nouveau Treiber wird mitgeliefert. Deren Leistung wurde, während Mageias Freigabezyklus, stark verbessert und wird die meisten Nutzer von Nvidia Hardware bei normaler Nutzung überraschen.
  • Das Paket für den neusten proprietären Nvidia Treiber (der lange gepflegte Entwicklungszweig, R430 zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts) wird in den nonfree Quellen angeboten. CUDA 10.1.168 befindet sich zusätzlich in den gleichen nonfree Quellen und kann out-of-the-box verwendet werden, sobald der proprietäre Treiber erfolgreich eingerichtet wurde.
  • Für ältere Grafikkarten wird weiterhin der proprietäre NVIDIA Treiber des Entwicklungszweigs 340 und 390 angeboten (390 wird nur von x86_64 Systemen unterstützt).

Optimus Laptops

Besitzer von NVIDIA Optimus Laptops (integrierte Intel Grafikprozessoren und dedizierte NVIDIA GPU) wird nun drei Möglichkeiten angeboten um ihre dedizierte GPU zu verwenden:

  • Der freie Nouveau Treiber unterstützt GPU offloading und kann durch die variable DRI_PRIME=1 verwendet werden (solange der proprietäre NVIDIA Treiber, von z.B. mageia-prime, nicht verwendet wird). Schaue in der Nouveau Dokumentation nach, um mehr darüber zu erfahren, wie man Xorg dazu konfiguriert, dass es NVIDIA Prime mit DRI3 verwendet.
  • Wie in Mageia 6 kann das Bumblebee Paket verwendet werden, um den Bildschirm zur NVIDIA GPU zu überbrücken. Es erlaubt den Zugriff auf die Karte mit etwas Overhead.
  • Ein neues experimentelles Werkzeug namens mageia-prime kann dazu verwendet werden, um die NVIDIA Prime Unterstützung bei aktuellen Kernel und Xorg Server zu konfigurieren. Es erlaubt den kompletten Wechsel auf die NVIDIA GPU ohne den Overhead von Bumblebee und es ist möglich damit CUDA zu nutzen.

In allen drei Fällen muss zumindest einmal die Intel Grafikkarte konfiguriert werden (zumindest in der Optimus Konfiguration), da diese normalerweise die einzige physisch verbundene Grafikkarte an den Monitor ist.

Booloaders

  • Für den Start mit UEFI wird nun der rEFInd Bootmanager, als Alternative zu GRUB2, unterstützt.

Desktop-Umgebungen

Alle Desktop-Umgebungen welche weiter unten aufgeführt sind, befinden sich in den Mageia Onlinequellen und können parallel nebeneinander auf jedem Mageia 7 System installiert werden. Einige davon sind bereits in den physischen Medien, LiveDVDs und klassische DVDs vorhanden, wie in den Abschnitten beschrieben.

Plasma

Plasma, die neue Desktop-Umgebung der KDE Community wird in der Version 5.15 bereitgestellt.

Falls Sie Plasma unter Wayland ausprobieren möchten, installieren Sie einfach plasma-workspace-wayland und dieser sollte anschließend in Ihrem gewählten Displaymanager zur Auswahl aufgelistet sein.

Der voreingestellte Displaymanager (DM) für die Plasma Umgebung ist SDDM, welche den veralteten KDM ersetzt.

Von Plasma gibt es eine spezielle 64-Bit Live-DVD oder es kann von der DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

GNOME

GNOME 3.32 wird bereitgestellt. GNOME läuft nun als Voreinstellung mit Wayland, jedoch wird auch als eine Alternative "GNOME mit Xorg" Sitzung angeboten.

Für die Nutzer welche das Aussehen von GNOME2 bevorzugen, bietet GNOME3 eine "Gnome Classic" Sitzung zur Auswahl an.

GNOME gibt es als spezielle 64-Bit Live-DVD, kann aber auch von der DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

LXDE

Der sehr leichgewichtige, auf GTK+2 basierende Desktop ist weiterhin verfügbar und erhält weiterhin Verbesserungen von upstream und unseren Mageia Paketbetreuer, selbst wenn die Community sich teilweise auf LXQt fokusiert hat

LXDE kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

Xfce

Xfce 4.13 wird bereitgestellt. Es verwendet GTK+3 anstelle von GTK+2 mit Xfce 4.12. Wenn die Version 4.14 während dem Unterstützungszeitpunkt von Mageia 7 erscheint, wird diese auf 4.14 aktualisiert werden.

Xfce wird als 32-Bit und 64-Bit LiveDVD bereitgestellt und kann auch von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

LXQt

LXQt 0.14.1 wird bereitgestellt.

LXQt kann nicht out-of-the-box von der klassischen DVD ISO (traditioneller Installer) installiert werden, aufgrund des eingeschränkten Speicherplatzes der ISOs. Es müssen die Onlinequellen hinzugefügt werden, um weitere Auswahlmöglichkeiten während der Installation von Mageia 6 zu erhalten - dies wird in der Installer Dokumentation beschrieben.

MATE

MATE 1.22.0 wird bereitgestellt.

MATE kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer). Aufgrund der Einschränkung bezüglich des Speicherplatzes auf der DVD sind einige Anwendungen wie mate-screenshot (Bildschirmfoto Anwendung) nicht in der klassischen DVD ISO integriert. Um ein vollständiges Mate Desktop-Erlebnis zu erhalten wird den Nutzern empfohlen, nach der durchgeführten Installation von Mageia, das Paket task-mate zu installieren.

Cinnamon

Cinnamon 4.0 wird bereitgestellt. Cinnamon kann von der klassischen DVD ISO installiert werden (traditioneller Installer).

Enlightenment

Das Enlightenment Task-Paket enthält nun E22.4 und die Enlightenment Foundation Libraries (EFL), welche die zuvor separat erhältlichen Pakete Elementary, Evas-generic-loaders und Evas-generic-players enthält. Zudem ist der connman connection manager enthalten, welcher von E's Econnman UI verwendet wird, E's Polkit-EFL authentication agent, und drei EFL-basierende Anwendungen: Terminology - ein fortgeschrittener Terminal Emulator, der schlanke Ephoto Bildbetrachter und der leichtgewichtige Rage Videoplayer. Wie schon bei der vorherigen Mageia Veröffentlichung kommt auch Mageia 7 mit einem voreingestellten Mageia-Theme.

Wie immer ist E nicht automatisch im Startprozess unter /etc/xdg/autostart enthalten. Gehe nach der Installation in das Hauptmenü > Einstellungen > Startanwendungen und füge dort die benötigten Systemprozesse (wie zum Beispiel ein "policy kit authentication agent"), und die erwünschten Anwendungen, welche bei Systemstart ausgeführt werden sollen, hinzu. Falls Ihre Installation den ICE Fenstermanager (IceWM) enthält, können Sie zwischen dem MATE Authentifizierungsagent, welcher mit ICE mitinstalliert wird, und Polkit-EFL wählen.

Seit E20 wurde Enlightenmets Systemtray auf Xembed Benachrichtigungen mit SNI Appindikator Benachrichtigungen konvertiert, welches aktuell nicht von jeder Anwendung unterstützt wird (als Beispiel, der Parcellite clipboard manager), während andere hierfür Plug-ins verwenden (wie zum Beispiel Pidgin).

Bei der Beta Veröffentlichung sind noch drei bekannte Probleme vorhanden. Erstens: Bei Systemen mit optischen Laufwerken bindet der Enlightenment Dateimanager (EFM) keine Datenträger, egal ob mit oder ohne Daten, ein, obwohl diese mit anderen Dateimanagern angezeigt werden. Zweitens: Mageia aktiviert systemd-networkd welches als Voreinstellung die Netzwerkverwaltung übernimmt. Die Anwender, welche lieber connman mit der Econnman Benutzeroberfläche verwenden möchten, werden dieses nicht immer mit allen Funktionen nutzen können (nach dem deaktvieren von systemd-networkd und aktivieren von connman). Dies könnte an der voreingestellen wpa_supplicant Konfiguration liegen. (Es gibt eine separates, zur Zeit entwickeltes Wireless-Gadget für die Verwaltung von mehreren Backends, welches jedoch noch nicht in den Mageia Repositorys vorhanden ist). Drittens: das E17 Theme befindet sich immer noch in den Repositorys und funktioniert nicht mit E22. Aktualisierte Mageia-basierende Themen werden möglicherweise in naher Zukunft verfügbar sein. Zusätzliche Themen können gegebenfalls unter https://www.enlightenment-themes.org/ gefunden werden.

Leichte Fenstermanager

Sie können die Mageia 7 Installation auch sehr leichtgewichtig halten und wir bieten hierfür eine Auswahl an schmalen und effizienten Fenstermanager an. Sie können dort afterstep, awesome, dwm, fluxbox, fvwm2, fvwm-crystal, i3, icewm, jwm, matchbox, openbox, pekwm, sugar, swm und windowmaker finden. Nach der Installation erscheinen diese im Anmeldebildschirm Ihres Displaymanagers.

IceWM

Sie werden nun im Anmeldebildschirm beides finden: "icewm" und "icewm-session".

Seit der Veröffentlichung von IceWM 1.2.13 gibt es ein neuer binär-Eintrag mit dem Namen "icewm-session". Diese hilft Ihnen beim Verwalten aller IceWM Unterteile (icewmbg, icewm, icewmtray, startup und shutdown - in dieser Reihenfolge). Aus diesem Grund sollten Sie icewm-session verwenden, um ein vollständiges "IceWM" zu starten. Das auswählen von "icewm" startet nun nur noch den Displaymanager.

Office Programme

LibreOffice wurde aktualisiert auf 6.2.3.2. Siehe die offiziellen Veröffentlichungshinweise für Details.

Multimedia Anwendungen

Seitdem nun das letzte Patent im April 2017 erloschen ist, ist der mp3 encoder nun in den Core Medien verfügbar. Die Tainted Medien werden für die H.264, H.265/HEVC und AAC Codierung weiterhin benötigt.

Editoren

  • Vim wurde auf 8.1 aktualisiert
  • NeoVim 0.3.5 wurde hinzugefügt

Spiele

In der Mageia Community hat sich unsere Liebe für freie Software auch auf Open Source Spiele erweitert. Ein großer Schritt wurde während den Mageia 7 Veröffentlichungszyklen getan, indem viele neue Spiele gepackt wurden, welches Mageia 7 zu einer sehr guten Plattform für intensive als auch kausale Spieler, macht. Sie können in der Mageia App DB eine Liste aller neuen und aktualisierten Spiele in Mageia 7 ansehen. Die folgende Sektion bietet nur einige kleine Beispiel von Spielen für jedes Spielgenre.

Bildung

Mageia 7 bietet sowohl eine alte als auch eine neue Version von gcompris an. Die alte Version basiert auf dem GTK+ Toolkit und bietet mehr Möglichkeiten. Die neue Variante verwendet Qt und bietet einige neue Funktionen. Wir waren im Februar 2015 unter den Spendern, um die Verbesserung der grafische Oberfläche dieses sehr wichtigen Projekts, zu unterstützen.

Softwareentwicklung

Compiler und Werkzeuge

GCC wurde aktualisiert auf 8.3.1, GDB auf 8.2 und Valgrind auf 3.15.0. LLVM wurde auf 8.0.0 aktualisiert.

Firebird wurde auf 3.0.4 aktualisiert.

IPython wurde auf 7.2 aktualisiert.

Die meisten Bibliotheken wurden auf ihre neuste stabile Versionen (mit Langezeitunterstützung (long term support) falls verfügbar, aktualisiert, wie unter anderem Qt 5.12.2 und GTK+ 3.24.8. Tcl/Tk befindet sich auf Version 8.6.9.

Virtualisierungsstapel

libvirt wurde auf 5.3 aktualisiert, virt-manager auf 2.1.

VirtualBox ist in der Version 6.0.8 vorhanden.

Xen ist in der Version 4.12 vorhanden.

Sprach-Stacks

Python 3 wurde auf die Versionsnummer 3.7.3 sowie Python auf 2.7.16 aktualisiert und falls es möglich war, werden alle Python Module für Python 2 und Python 3 bereitgestellt.

Perl wurde aktualisiert auf 5.28.2. Perl-Module werden nun entweder unter /usr/share/perl5 (pure Perl-Module) oder /usr/lib(64)/perl5 (binäre Module) installiert, wie dies auch Fedora macht. Die Perl Version wird nicht mehr in den Standardpfaden enthalten. Perl verwendet nun standardmäßig 64-Bit integer unter 32-Bit Systemen.

Einige wichtige Anstrengungen wurden bei der Vereinfachung des Java-Stacks durchgeführt, welches unter Mageia 6 schwierig zu betreuen war.

Ruby wurde auf 2.5.3 aktualisiert

Rust ist in der Version 1.35.0 verfügbar. Es wird während dem Unterstützungzeitraum von Mageia 7 aktualisiert um den neuen Entwicklungen zu folgen.

PHP wurde von 5.6 auf 7.3 aktualisiert, welches eine Geschwindigkeitsverbesserung von bis zu 50% bietet.

Verschiedenes

Aktualisieren von Mageia 6

Notepad.png
Bitte beachte!
Bitte lese hierzu auch die Information über bekannte Fehler im Abschnitt "Aktualisierungsprobleme".



Die Aktualisierung von Mageia 6 wird unterstützt und wurde über die letzten Monate optimiert. Aber wie immer wird empfohlen, wichtige Daten vor dem Upgrade zu sichern. Zudem sollte man sich vergewissern alle Aktualisierungen von Mageia 6 zu installieren (unter anderem auch rpm und urpmi). Eine direkte Aktualisierung von Mageia 5 oder von einer anderen Distributionen wird nicht unterstützt.

Falls Sie ein 64-Bit System aktualisieren möchten, welches womöglich auch 32-Bit Software enthält, ist dies kein Problem, solange es nicht Entwickler-Bibliotheken (development libraries) enthält. Sie können diese an dem Wort "devel" im Paketnamen erkennen. Um festzustellen ob Ihr System solche Bibliotheken enthält, können Sie folgenden Befehl nutzen:

rpm -qa --queryformat "%{NAME}-%{version}-%{RELEASE}-%{ARCH}\n" |grep i586 |grep devel

Sie müssen diese Bibliotheken vor dem Upgrade deinstallieren.

Wenn Drittanbieter Repositorys, wie z.B. von Google, während der Benutzung von Mageia 6 hinzugefügt wurden, vergewissern Sie sich eine Sicherung/Kopie von /etc/urpmi/urpmi.cfg anzulegen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten von einer Mageia 6 Veröffentlichung zu aktualisieren:

Achtung: Aktualisieren einer bestehenden Installation mit einem Live Medium wird NICHT unterstützt, da ein Live Abbild "wie es ist" auf das Zielsystem kopiert wird.

Wenn Sie eine vorige Mageia Installation aktualisieren möchten, die NICHT unter UEFI ausgeführt wurde und nun auf Mageia 7 im UEFI-Modus umsteigen möchten, müssen Sie eine vollständige Installation durchführen. Ein direktes Upgrade wird nicht unterstützt.

Aktualisieren über das Internet

Das Mageia Aktualisierungsbenachrichtigungs Applet (update notification applet), Mageia Online, wird Sie darauf hinweisen das eine neue Mageia Veröffentlichung verfügbar ist und fragt ob ein Upgrade gewünscht ist. Wenn Sie zustimmen, wird das Upgrade Ihrer Mageia Installation ausgeführt ohne das weitere Schritte notwendig sind.

Falls Sie das Applet deaktiviert haben oder es sich aus verschiedenen Gründen nicht automatisch startet, können Sie auch durch Verwendung der GUI (mgaonline) oder des CLI (urpmi/dnf system-upgrade), eine manuelle Aktualisierung durchführen. Jede Methode wird weiter unten beschrieben.

Machen Sie vor dem beginnen des Upgrades eine vollständige Aktualisierung Ihres Systems und überprüfen Sie, das Sie genügend freien Speicherplatz (mindestens 2 GB, abhängig von der jeweiligen Konfiguration) haben.

Notepad.png
Bitte beachte!
Verwenden Sie falls möglich eine kabelgebundene Internetverbindung, vor allem wenn Sie unfreie (nonfree) WLAN-Treiber verwenden.


Online-Upgrade mit Hilfe von mgaonline (GUI)

Warning.png
Warnung!
Noch nicht verfügbar


Falls Mageia Online kein blaues Symbol in der Taskleiste anzeigt, welche die Option anbietet auf die neue Veröffentlichung von Mageia zu aktualisieren:

1. Vergewissern Sie sich das Ihr System aktuell ist, indem Sie alle verfügbaren Aktualisierungen bestätigen. http://doc.mageia.org/mcc/7/de/content/MageiaUpdate.html

2. Vergewissern Sie sich das im Mageia Kontrollzentrum - Software verwalten - Einstellen der Aktualisierungsfrequenz, die Option "Nach neuen Versionen suchen" ausgewählt ist. http://doc.mageia.org/mcc/7/de/content/mgaapplet-config.html

3. Schaue in deinem home Verzeichnis nach dem versteckten Verzeichnis /.MgaOnline. Falls sich eine Datei mit dem Namen mgaonline in diesem Verzeichnis befindet lösche diese.

Nach einem Neustart sollte das blaue Symbol erscheinen, sobald Mageia Online das nächste Mal nach Aktualisierungen sucht.

Wenn Mageia 6 das Supportende (EOL) erreicht hat, wird ein orangefarbenes Symbol angezeigt und ein Pop-Up warnt davor, dass Mageia 6 nicht mehr unterstützt wird.

Alternativ können Sie den Aktualisierungsprozess durch Eingabe in einer Konsole starten:

su
mgaapplet-upgrade-helper --new_distro_version=7

Es wird Sie über die Verfügbarkeit der neuen Mageia 7 Distribution benachrichtigen. Nach der Konfiguration der Mageia Quellen kann die Migration gestartet werden.

Online-Upgrade mit Hilfe von urpmi (CLI)

Diese Methode ist nützlich wenn die Root Partition verschlüsselt ist und beim Systemstart die Partition entschlüsselt wird.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Befehlszeilen Interface zu erhalten (CLI).

Die beste Methode ein Upgrade durchzuführen ist es, den run-level 3 Modus zu nutzen, damit der X Server und die grafische Umgebung nicht läuft.

Zudem sollte das Upgrade sauberer verlaufen wenn run-level 3 verwendet wird, als bei der Verwendung einer Terminal-Anwendung, da dann weniger Programme laufen, welche das Upgrade vermasseln könnten.

Run-level 3 kann aktiviert werden, indem man, während des Startvorgangs, die Kernel-Befehlszeile bearbeitet und dieser eine 3 anhängt, um anschließend die Anmeldeaufforderung zu erhalten. Eine weitere Möglichkeit ist es, den folgenden Befehl zu verwenden: systemctl isolate multi-user.target

Es wird empfohlen "script upgrade_log.txt" auszuführen, bevor der nächste Befehl ausgeführt wird, um die Meldungen während des Upgrades zu erhalten, im Falle, dass ein Fehler auftreten sollte. Die Meldungen werden in die Datei upgrade_log.txt geschrieben. Verwende "exit" um das "script" zu beenden.

Hier sind die Upgradeschritte:

  • Werde root in einem Terminal:
su
Warning.png
Warnung!
Ab diesem Punkt werden alle Befehle als root ausgeführt


  • Wie zuvor empfohlen, vergewissern Sie sich, dass Ihr System auf dem neusten Stand ist
urpmi --auto-update --auto --force
  • Entferne alle bestehende Medienquellen aus dem System mit dem Befehl:
urpmi.removemedia -a
  • Füge die Mageia 7 Onlinequellen hinzu:
    • Verwende die Spiegelserver Methode (welche automatisch einen Server anhand Ihres geografischen Standorts auswählt):
    urpmi.addmedia --distrib --mirrorlist 'http://mirrors.mageia.org/api/mageia.7.$ARCH.list'
    (urpmi ersetzt $ARCH automatisch durch den richtigen Wert)
    • Einen spezifischen Spiegelserver festlegen:
    urpmi.addmedia --distrib <mirror_url>
    Sie können die Serveradressen mithilfe der Mageia Spiegelliste anzeigen lassen.
  • Zum Abschluss wird das Upgrade gestartet:
urpmi --auto-update --auto --force
  • Es wird empfohlen den oben genannten Befehl zwei Mal auszuführen, da es möglich ist das beim ersten Ausführen zwar die Pakete heruntergeladen, aber nicht installiert wurden.
Notepad.png
Bitte beachte!

Es ist oft eine gute Idee das Upgrade zu testen, bevor es durchgeführt wird.
Mit dem Befehl urpmi --auto-update --auto --force --download-all --test werden alle Pakete heruntergeladen und ein Upgrade nur simuliert. Dieser Vorgang benötigt sehr viel freien Speicherplatz, darunter mehr als 40% des freien Speichers in der /var Partition. Falls Sie auf einer anderen Partition Speicherplatz frei haben, können Sie diese Partition als Ort zum speichern der heruntergeladenen Dateien verwenden, indem Sie den Pfad zu dieser Partition hinter dem --download-all Befehl einfügen
Falls das Resultat erfolgreich war, kann anschließend das Upgrade mit dem Befehl urpmi --auto-update --auto --force --download-all durchgeführt werden. Fügen Sie den Pfad zu den heruntergeladenen Dateien hinzu, falls Sie zuvor einen spezifischen Pfad, wie zuvor beschrieben, festgelegt hatten.

Falls das Resultat jedoch nicht erfolgreich war, stelle das Repository von Mageia 6 mit dem Befehl urpmi.removemedia -a und urpmi.addmedia --distrib --mirrorlist 'http://mirrors.mageia.org/api/mageia.6.$ARCH.list', wie oben beschrieben, wieder her.


Online aktualisieren mit DNF (CLI)

Falls Sie DNF für die Softwareverwaltung verwenden (und es entsprechend der Wiki Seite zur Verwendung von DNF eingerichtet haben), können Sie Ihr Mageia 6 System, mit ein paar wenigen Schritten, auf Mageia 7 upgraden (alle Befehle müssen als root ausgeführt werden):

  1. Vergewissern Sie sich, dass das aktuelle System auf dem neusten Stand ist: dnf upgrade
  2. Vergewissern Sie sich, dass Sie genügend freien Speicherplatz zur Verfügung haben, unter anderem mehr als 40% in der /var Partition. Falls dies nicht der Fall sein sollte, können Sie die Option --downloaddir Pfad_zum_Verzeichnis_mit_freiem_Speicherplatz an den Befehl für das Systemupgrade anhängen.
  3. Installiere das dnf system-upgrade Plug-in: dnf install 'dnf-command(system-upgrade)'
  4. Führe den Downloadvorgang für das Systemupgrade durch: dnf system-upgrade --releasever 7 download --allowerasing
  5. Wenn die Simulation und das vorgeschlagene Upgrade gut aussieht, führe den Upgrade-Vorgang durch: dnf system-upgrade reboot

Die Mageia 7 DVD zum Upgraden verwenden

Sie können die traditionelle Mageia 7 DVD (nicht die Live Ausgabe) dazu verwenden um eine saubere Installation durchzuführen, aber auch um von Mageia 6 zu aktualisieren.

Upgraden:

  • Lade die ISO von der Mageia Download Seite und brenne diese auf eine DVD oder übertrage diese auf einen USB-Stick. Weitere Details finden Sie im Artikel über verfügbare Installationsmedien
  • Booten Sie von der DVD und vergewissern Sie sich, dass diese im gleichen Legacy/BIOS oder UEFI Modus startet, wie es bei Mageia 6 der Fall war.
  • Wähle "Installiere Mageia 7" im GRUB (dem Bootlader) Menü
  • Wähle die Aktualisieren Option.

Es wird empfohlen die Onlinequellen während des Upgrades einzurichten, da die DVD nur einen kleinen Teil der kompletten Mageia Quellen enthält. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie wichtige 32-Bit Pakete bei einer 64-Bit Installation verwenden, da die 64-Bit ISO nur 64-Bit Pakete enthält und dadurch das Upgrade fehlschlagen kann, falls die Onlinequellen nicht hinzugefügt wurden.

Es ist möglich das eine bestehende Mageia 6 Installation eine Aktualisierung auf eine neuere Version einer Software enthält, als diese auf der ISO verfügbar ist. Wenn dies passiert wird womöglich das Upgrade fehlschlagen. In der Zeit, in der die ISOs getestet werden ist es nicht möglich herauszufinden welche Mageia 6 Pakete in Zukunft womöglich aktualisiert werden. Offline Upgrades (z.B. Upgrades welche ohne das Aktivieren der Online Quellen durchgeführt wird) werden nicht unterstützt.

Beim ersten Neustart verwende den Befehl 'urpmi --auto-update' um sicher zu gehen das alle Pakete aktualisiert wurden.

Bekannte Fehler

Siehe die Errata Seite

Fehler melden

Wir haben einen Bugtracker, aber lese bitte vorher die Errata bevor Sie einen Fehler melden. Falls Sie noch kein Mageia Profil besitzen, können Sie eines unter https://identity.mageia.org/ erstellen. Falls Sie nicht wissen wie man einen Fehler meldet, können Sie weitere Informationen hier finden.